Jens Kruse in Vaters Fußstapfen

Majestät Torsten Wetendorf (links) freut sich mit seinem Nachfolger Jens „der Ehrenwerte“ Kruse. (Fotos: Graap)

Der 55-jährige Polizeibeamte ist neuer König der Eutiner Schützengilde.

Er wollte den Titel unbedingt und schoss am Montagabend um 22.05 Uhr tatsächlich den Vogel ab: Mit dem 91. Schuss brachte der ehemalige Vorsteher der Eutiner Schützengilde von 1668, Jens Kruse, den Rumpf des Holzvogels zu Fall und befördert sich damit auf den Thron der altehrwürdigen Vereinigung.

„Vor genau 20 Jahren hatte mein Vater Günther das Königsschießen gewonnen, damals war ich sein Ladeschütze“, freut sich Kruse, dass sich hier ein Kreis geschlossen hat. „Das war ein sehr emotionaler Moment, mein Herz hängt sehr an der Gilde.“ Die neue Große Majestät gehört den Schützenbrüdern seit 22 Jahren an und hat nun im fünften Anlauf das Königsschießen gewonnen. Ohnehin hat er zurzeit einen Lauf, ist amtierender Ausflugskönig und hat auch das Pokalschießen gewonnen. Kruse regiert im neuen Gildejahr mit Ehefrau Katrin nun unter dem Beinamen „Jens der Ehrenwerte“.

Novum: Kleiner König

wurde ausgelost

Ein Novum verzeichnete das vorangegangene Schießen um den „Kleinen König“: Weil die neun Bewerber es auch nach dreieinhalb Stunden und 310 verschlissenen Kugeln nicht schafften, den Rest ihres Vogels von der Stange zu schießen, musste das Los entscheiden – fast einmalig in der Gildegeschichte. Letztendlich war Fortuna Malermeister Jürgen Kehr hold.

Die Gildevorsteher Heiko Godow und André Meyer freuten sich über ein gelungenes Schützenfest, das schon am Sonntag mit zwei Höhepunkten aufwartete: Zum einen war da der Festumzug mit über 200 Teilnehmern vom Markt über das Gelände der Landesgartenschau bis zum Vogelberg. Als zweites Highlight stand der Empfang im Rathaus ganz im Zeichen des Dankes an Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, dessen „Regentschaft“ jetzt endet. „Du bist der 21. Bürgermeister seit Gründung der Gilde und hast viele Eindrücke im Amt hinterlassen. Deine Fußabdrücke werden noch lange in der Stadt erkennbar sein“, sang Godow ein Loblied auf den Verwaltungschef. Obwohl Schulz Gildemitglied ist, will er sich auch im Ruhestand bei den Gildebrüdern im Hintergrund halten und nicht zur aktiven Fraktion der Uniformträger und Schießgesellen wechseln … vg

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