Viele offene Fragen zu den Platanen

Ausschussmitglieder zweifeln die Ergebnisse des Baumgutachtens an.

Zur Zukunft der Platanen in der Bad Schwartauer Markttwiete gibt es viele offene und drängende Fragen. Die Mitglieder des Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz versuchten am Donnerstag Antworten zu bekommen. Denn das Thema stand am Montag (nach Redaktionsschluss für diese Ausgabe) erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

Für ein Baumgutachten wurden fünf der zu dem Zeitpunkt noch 13 Platanen (zwei mussten bereits gefällt werden) in der Markttwiete untersucht. „Warum wurden nicht alle Bäume untersucht“, fragte die Ausschussvorsitzende Dr. Ellen Reil (Grüne) bei einem Ortstermin vor Beginn der Ausschusssitzung. Einer der fünf untersuchten Bäume sei laut Gutachten völlig gesund, die Schlussfolgerung der Verwaltung, dass alle Bäume weichen sollten, deshalb nicht nachvollziehbar. Reil appellierte an die Mitglieder des Bauausschusses, eine sorgfältige Entscheidung zur Zukunft der Platanen zu treffen.

„Wir wollen die Platanen erhalten“, bekräftigte Andreas Marks (WBS), „aber die Frage ist: Können wir sie auch erhalten.“

Wenn die Bäume aus dem B-Plan genommen werden, bestehe kein Anspruch auf Ersatzpflanzungen, warnte Uwe Beckmann (SPD) und machte klar, dass seine Partei einer Änderung des B-Planes nicht zustimmen werde. Er wiederholte seinen Vorwurf, dass die Baufirma nicht nach Vorschrift gearbeitet habe. „Wir werden darauf achten, dass die Sache bis ins Detail aufgeklärt wird“, so Beckmann.

Peter Seedorf (CDU) kritisierte, dass es viele rechtliche Frage gebe, die noch geklärt werden müssen. „Das Gutachten muss uns erläutert werden.“

Carolin Welchert vom Bauamt erklärte, dass der Beschluss, die Platanen zu erhalten, seinerzeit auf der Basis eines Wissens getroffen wurde, das sich geändert habe. Denn viele alte Baupläne hätten sich im Verlauf der Innenstadtsanierung als falsch herausgestellt.

„Mir ist es unverständlich, dass zu einer solchen Sitzung nicht der Bauamtsleiter erscheint“, kritisierte Gudrun Berger (Grüne). ES

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