Neues Projekt an der Gerhard-Hilgendorf-Schule

Präsentieren mit der Sozialwerkstatt ein neues Projekt für die Zehntklässler der Gerhard-Hilgendorf-Schule: die Schülerinnen Tabea Schaukat, Paulina Gerwien, Lisa Wetzel und Tessa Schaukat (alle 15, vorn v.l.), die Lehrer Robert Leu, Christa Remark und Schulleiter Michael Puls (hinten v.l.). H (Ö)

Mit einer Sozialwerkstatt für Schüler der zehnten Klassen sollen sich die Schüler eigenverantwortlich in einem sozialen Projekt engagieren.

Die Schüler der Gerhard-Hilgendorf-Schule sollen ab dem kommenden Schuljahr eigenverantwortlich ein soziales Projekt übernehmen und sich an zwei Stunden pro Woche im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes II in der zehnten Klasse ehrenamtlich engagieren. „Die Idee dazu kam bei einer Fortbildung“, erklärte jetzt Christa Remark, die zusammen mit ihrem Lehrerkollegen Robert Leu eine Fortbildung besuchte. „Es gibt viele Schulen, in denen die Schüler in Eigenregie ein soziales Praktikum absolvieren müssen. Wir fanden das eine tolle Idee.“

Nachdem die beiden Lehrkräfte ein Gesamtkonzept für diese Sozialwerkstatt entworfen haben, soll es nun im kommenden Schuljahr für die Zehntklässler losgehen. Die Schüler sollen sich nun in den Ferien selbstständig ein Projekt suchen. Das können ehrenamtliche und soziale Projekte innerhalb, aber auch außerhalb der Schule sein, beispielsweise in Vereinen, Betrieben oder Institutionen wie Kindergärten. Die Schüler müssen alles eigenverantwortlich organisieren und zum Abschluss gegen Ende des Schuljahres präsentieren. Sowohl die Tätigkeit selbst als auch die Präsentation fließen in die Benotung ein.

„Ich könnte mir gut vorstellen, im künstlerischen Bereich beispielsweise in der Kunstwerkstatt der Schule tätig zu sein“, erzählt Tabea Schaukat (15), die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Tessa sehr viel kreativ tätig ist. „Wir machen gerade unseren Gruppenleiterschein“, so Tessa, die bereits ein Praktikum in einem Kindergarten abgeleistet und dort kreativ mit den Kindern gearbeitet hat.

Paulina Gerwien (15) findet hingegen die Arbeit mit Behinderten interessant. „Ich könnte mir eine Arbeit bei den Marli-Werkstätten gut vorstellen“, sagt sie. Ihre Schwester wird dort betreut und sie möchte daher die Betreuung dort kennenlernen. Lisa Wetzel (15) würde gern mit kleinen Kindern beispielsweise in ihrem früheren Kindergarten der St. Bonifatius-Gemeinde oder auch mit Behinderten arbeiten. „Ich will bald meinen Jugendleiterschein machen und eventuell auch ein Praktikum außerhalb der Schule ableisten“, erklärt sie.

Einige Schüler haben sich bereits ein Projekt gesucht, aber für viele der rund 80 Schüler geht die Suche jetzt erst los. „Dafür brauchen wir natürlich etwas Aufmerksamkeit, damit unsere Schüler auch Mentoren dafür finden können“, erklärt Leu. Mit den Mentoren wird ein Vertrag geschlossen, der die zu leistende Arbeitszeit von 90 Minuten wöchentlich auch gewährleistet.

Nach den Sommerferien werden die Schüler zunächst in der Schule vorbereitet und ab dem 19. September startet dann die Sozialwerkstatt. Die Klassenlehrer werden die Schüler während der praktischen Arbeitsphase auch besuchen.

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Wer Interesse an einer Zusammenarbeit im Rahmen der Sozialwerkstatt oder Fragen hat, kann sich mit der Gerhard-Hilgendorf- Schule unter Telefon 0451/49 57 60 in Verbindung setzen. Mögliche Angebote dazu werden ab sofort gesammelt.
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