Senioren, Kultur, Kinder und Flüchtlinge

Der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultur hatte auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche alle Bereiche auf der Tagesordnung.

Der Lotsendienst ist ein Erfolgsmodell, wie Gaby Loyall bei der Vorstellung ihres Tätigkeitsberichtes erklärte. Sie ist seit sechs Jahren im Lotsendienst tätig, der als unabhängige Beratungsstelle für Senioren und ihre Familienangehörigen in allen Bereichen berät. Im vergangenen Jahr konnte sie 255 Beratungen durchführen, im Jahr zuvor waren es 236.

Die Anfragen sind sehr unterschiedlich, wie Gaby Loyall erklärte, neuerdings gibt es auch viele Anfragen zum Thema Demenz.

Schmunzeln mussten die Ausschussmitglieder über eine kleine Anekdote, die Gaby Loyall zum Besten gab. In einer der letzten Anfragen erkundigte sich ein älterer Herr nach der Wetter- und Wellenvorhersage für Travemünde. Er plane als Hobbyfotograf einen Ausflug dort hin. Auch in diesem Fall konnte Gaby Loyall weiterhelfen, indem sie ihn nicht nur über die Tätigkeit des Lotsendienstes aufklärte, sondern auch die Telefonnummer der Lotsenstation in Travemünder heraussuchte.

Über ein ereignisreiches Jahr berichtete Anette Popall von der Gemeindebücherei. Wie in vielen anderen Bereichen auch war eines der Hauptthemen der Bereich Flüchtlinge. „Wir haben uns beispielsweise durch die Anschaffung von Wörterbüchern auf diesen Aufgabenbereich eingestellt“, erklärte die Büchereileiterin. Regelmäßig seien kleine Gruppen mit ihren Sprachpaten dort, sodass sich die Bücherei auch zu einem Lernort entwickelt habe. Als einen Aufgabenbereich für die Zukunft sieht sie die Generation 60-Plus, da es hier starke Einbußen gegeben habe. „Ich möchte in diesem Bereich gern aktiv werden“, erklärte sie vor allem im Hinblick auf eine möglicherweise eingeschränkte Mobilität der älteren Menschen.

Im Bereich der Kinderbetreuung ist festzustellen, dass es zu wenig Krippenplätze gibt. Der Ausschuss beschloss daher einstimmig, dass zum 1. August im Schulweg vorübergehend eine weitere Krippengruppe in Trägerschaft der Kirchengemeinde eingerichtet werden soll. Außerdem soll an die neu errichtete Kindertagesstätte Himmelblau ein Anbau von zwei Gruppenräumen vorbereitet werden.

Die Stelle einer Integrationsfachkraft für Flüchtlinge konnte nicht besetzt werden. Der Hauptausschuss hatte daher in der Aprilsitzung beschlossen, dass der Sozialausschuss über die notwendige Ergänzung der Betreuungsleistung durch externe Träger beraten soll. Einstimmig wurde beschlossen, mit dem Kinderschutzbund und mit der Lebenshilfe Ostholstein über eine mögliche Kooperation zu verhandeln. HÖ

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