Bestnoten für unsere Strände

Das Unternehmen „beach inspector“ hat die Strände der Lübecker Bucht getestet.

„Das Hauptmotiv für einen Urlaub an der Ostsee ist die Erholung und der Strand steht dabei an erster Stelle“, weiß André Rosinski, Vorstand der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) aus Erfahrung. Darum stieß auf der ITB das junge Berliner Unternehmen „beach-inspector“ auf sein Interesse, das weltweit Strände testet. Illustre Namen fanden sich auf dem Portal www.beach-inspector.com, mit bis dato zwölf Destinationen wie die Balearen, Portugal, Mauritius, Dubai und einige Traumziele mehr, aber kein einziger Strand an einer deutschen Küste.

Schnell war man sich einig, dass die Tester einmal die sechs Strände von Scharbeutz bis Neustadt unter die Lupe nehmen sollten. „Mit dem Ergebnis sind wir höchst zufrieden“, freut sich auch Christian Rogge von der TALB, der die beiden Testerinnen, die in Berlin und Bielefeld beheimatet sind, vor drei Wochen begleitete. Er betont: „Die Testerinnen haben sich alleine ihre eigenen Eindrücke verschafft, wir haben lediglich die Kriterien des sehr umfangreichen Fragebogens besprochen und Tipps gegeben, unter anderem mit welchen Einheimischen sie sich für ihre Recherchen treffen könnten.“

Das Ergebnis der viertägigen Vor-Ort-Prüfungen kann sich sehen lassen. Sehr ausführlich werden die Strände mit Texten, Bildern, einem Punkte-Bewertungssystem und Videos vorgestellt und beschrieben.

Für gleich vier Strände gab es sogar die Bestnote. „Wer hätte gedacht, dass so ein Traumstrand hier an der Ostsee lauert“, sagt beispielsweise eine der Testerinnen.

Das Thema Strandtest scheint gut anzukommen. Die Zahl von 200000 Interessenten weltweit dürfte inzwischen schon wieder längst überholt sein. Für Rosinski und Rogge eine logische Entwicklung: „Die Gäste informieren sich ja auch über Bewertungsportale für Unterkünfte.“

Christian Rogge ergänzt: „Die Testerinnen waren überrascht, wie vielfältig die Stände zwischen der Ostseetherme und Neustadt-Rettin für die unterschiedlichsten Ansprüche gestaltet sind.“ Lob gab es auch für die gute Organisation mit den Informationstafeln an den Strandeingängen, die Dichte der DLRG-Stationen, die behindertengerechte Gestaltung und die Strandreinigung, die man im Ausland sehr selten vorfinden würde.

André Rosinski ist sich bewusst, dass bald sicher andere deutsche Destinationen ihre Strände ebenfalls testen lassen werden. „Aber“, so schmunzelt er, „jetzt sind wir die ersten und finden uns mit dem Zusatz ‚neu’ in charmanter Gesellschaft zwischen Lanzarote und Mauritius.“

AB
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