Ungefährdeter Wahlsieg für Tanja Rönck

Auch Bürgermeister Michael Koch, der nach 20 Jahren im Amt in den Ruhestand geht, gratulierte seiner Nachfolgerin Tanja Rönck. (Graap)

46-Jährige wurde mit 68 Prozent zur neuen Bürgermeisterin gewählt.

Tanja Rönck ist die strahlende Siegerin eines kurzen Wahlabends. Am Sonntag stand schnell fest, dass die parteilose Verwaltungsexpertin neue Chefin im Malenter Rathaus wird. Mit 68 Prozent (2846 Stimmen) fiel das Votum fast erwartungsgemäß eindeutig aus, schließlich hatte Rönck bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit nur knapp verpasst. Die Wahlbeteiligung betrug 46,2 Prozent.

„Ich danke allen, die an mich geglaubt haben“, sagte eine sichtlich erleichterte Kandidatin. Dazu zählen die Freien Wähler Malente und die Grünen, die sie unterstützt haben, aber auch Ehemann Andreas, der vor ihr gestanden habe, um sie von vielem abzuschirmen, und hinter ihr, um sie zu stützen. Am 30. August tritt sie das neue Amt an, sie ist auf sechs Jahre gewählt.

„Mir bleiben jetzt noch 61 Tage, um einen Nachfolger für meine Aufgaben im Amt Oldenburg-Land zu finden und dort Projekte abzuschließen, die mir besonders wichtig sind, bevor ich meinen Arbeitsplatz übergebe“, kündigte Rönck an. Parallel dazu werde sie die Gremienarbeit in Malente weiter begleiten und sich in die Malenter Kommunalpolitik einarbeiten. Als erstes wolle sie dann den Wunsch nach Transparenz umsetzen und mit einem Ratsinformationssystem im Internet den Bürgern neue Möglichkeiten der Information eröffnen.

Kontrahent Christian Witt haderte ein wenig mit seiner Entscheidung, erst so spät in den Bürgermeisterwahlkampf eingestiegen zu sein. Während Tanja Rönck bereits vor einem Jahr in die Offensive gegangen ist, standen dem 46-jährigen Polizeibeamten nur elf Wochen zur Verfügung, um die Bürger von sich zu überzeugen. Immerhin reichte es aus dem Stand für 20 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang und 32 Prozent in der Stichwahl. „Jetzt werde ich das Ergebnis erst einmal sacken lassen. Einen kommunalpolitischen Plan B habe ich nicht“, sagte Witt. Er schließe aber nicht aus, sich auch künftig zu engagieren, um Malente voranzubringen. In der Gemeinde sei jetzt wichtig, nicht gegeneinander zu arbeiten. Die Fraktionen in der Gemeindevertretung haben Tanja Rönck bereits eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angeboten. vg

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