Ostsee und Kultur als Touristenmagnet

Am Donnerstag trafen sich die Touristiker von Ostsee und Binnenland auf der Gartenschau in Eutin. (Jabs)

Touristiker sehen positive Entwicklung in den Küstenorten und im Binnenland.

Bei strahlendem Wetter kam die Touristikfamilie von Lübeck bis Eckernförde, von Fehmarn bis Glücksburg am Strand der Eutiner Landesgartenschau zusammen, um die Höhepunkte der aktuellen Saison zu präsentieren. Dort, wo die einzelnen Orte mit ihren zur LGS gestifteten Strandkörben Flagge zeigen, berichtete Katja Lauritzen, die Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein- Tourismus (OHT), von gelungenen Beispielen für einen Investitionslauf, mit dem vor allem die Ostseebäder punkten: „Die Küste erfindet sich gerade neu. Die Strategie, in die touristische Infrastruktur zu investieren, geht auf“, so Lauritzen.

Dabei seien es nicht nur die Promenaden, sondern auch Projekte wie der Fischereihof in Hemmelsdorf, die den Zuspruch wachsen ließen. Auf Fehmarn werde ab Juli eine Ostseelounge eröffnet, und zwischen Pelzerhaken und Rettin spazieren die Gäste auf der jüngst fertiggestellten Promenade. Ein besonderes Highlight nannte Lauritzen die Eutiner Gartenschau, die „eine tolle Ergänzung zum Urlaub am Wasser darstellt“.

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen in der OHT-Region für den Zeitraum 2015 bis 2018 auf 400 bis 500 Millionen Euro für den Bereich der öffentlichen Infrastruktur und der Beherbergungsinfrastruktur mit 6000 neuen Betten. 80 Millionen Euro davon sind Fördermittel, den Rest übernähmen Kommunen und Privatinvestoren.

Neben Unterkunft und Lage sind es auch die Veranstaltungen, die bei den Gästen gut ankommen. Am 3. Juli findet an 18 Orten entlang der Küste das Ostsee-Strandfrühstück statt, am 15. Juli wird vor Travemünde das neue Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff“ getauft. Ende August ist Fehmarn dann Gastgeber für den Kitesurf World Cup. Im Binnenland stehen das „Nachtgeflüster“, der Picknick-Sommer sowie ein Kino-Open-Air- Picknick am Plöner Schloss auf dem Programm. Für Familien verwandelt sich die Lübecker Bucht in die „Bucht der Abenteuer“. Auch die Visiten von Kreuzfahrtschiffen wirkt sich positiv bis ins Hinterland aus: „Wir haben etwas davon, wenn die Kreuzfahrten zunehmen“, sagte Per Köster, Tourismus-Chef in Eutin. Viermal wöchentlich steuerten zwei, drei Busse von den großen Pötten kommend die Stadt an.

Dass die Ideen der Touristiker und der Verantwortlichen in den Kommunen grundsätzlich greifen, spiegeln die Zuwächse der Gästezahlen wider. 2014 gab es ein Plus von acht Prozent, 2015 lag es bei vier und für dieses Jahr bei bisher fünf Prozent. Und so soll es weitergehen. Dafür plant beispielsweise Grömitz in direkter Strandlage auf 20000 Quadratmetern eine Spiel- und Freizeitanlage mit Gastronomie, und Travemünde wird sein Gesicht in den nächsten zwei Jahren komplett zum Strahlen bringen. AJ

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