Finanzierungskonzept für Sanierung des Gymnasiums am Mühlenberg

Für die GaM-Sanierung muss eine zweistellige Millionensumme investiert werden. (ES)

Umlandgemeinden sollen Kosten mittragen – zwei Drittel der Schüler wohnen nicht in Schwartau.

Der Investitionsstau am Gymnasium am Mühlenberg (GaM) ist groß: Dach und Fenster sind undicht, die Fassade entspricht nicht den energetischen Standards – nur einige der Probleme. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf eine zweistellige Millionensumme. Schon 2009 lagen vorsichtige Schätzungen bei 13 Millionen Euro. Die Politik will jetzt neue Wege für eine Lösung des Problems gehen. Ein Ziel ist es, die Finanzierung fair zu gestalten.

Der Idee: Eine eigene rechtlich unabhängige Gesellschaft soll gegründet werden, die die Sanierung stellvertretend für die Stadt übernimmt und für die weitere Nutzung von der Stadt als Schulträgerin künftig eine monatliche Miete erhält. Ein entsprechender Antrag von CDU und WBS erhielt bereits im Bildungsausschuss eine Mehrheit. Denn nur für eine solche Vorgehensweise sehe das Schulgesetz die Möglichkeit vor, die Umlandkommunen an den tatsächlichen Kosten zu beteiligen, so die Begründung. Zum Hintergrund: Zwei Drittel der Schüler an den beiden Bad Schwartauer Gymnasien kommen nicht aus Bad Schwartau, sondern den umliegenden Gemeinden Stockelsdorf, Ratekau und Ahrensbök.

„Aus unserer Sicht ist auf diese Weise eine faire Finanzierung gewährleistet“, erklärten Ellen Brümmer (CDU) und Jörg-Reiner Zacharias (WBS), „da für jeden Nutzer und jede Nutzerin, ob sie in Bad Schwartau oder anderen Kommunen leben, Kosten in gleicher Weise beglichen werden.“ Ein Prüfauftrag für die Errichtung einer entsprechenden Gesellschaft wurde im Bildungsausschuss beschlossen. Auch der Hauptausschuss hat den Weg dafür frei gemacht, dass Angebote über Beratungsleistungen für die Prüfung verschiedener Finanzierungsmodelle beauftragt werden können. ES

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