Zwei Defis sollen Leben retten

Bürgermeister Volker Owerien (von links) freut sich über die Defibrillatoren, die ihm von Matthias Benkstein und Dr. Martin Struve vom Lions Club Lübecker Bucht sowie von Dr. Peer Möller und Sylvia Land-Inselmann von der Wirtschaftsvereinigung Scharbeutz überreicht wurden. (KG)

Lions Club und Wirtschaftsvereinigung spenden Geräte zur Wiederbelebung.

Die Sonne lachte vom strahlend blauen Himmel, als Bürgermeister Volker Owerien auf dem Seebrückenvorplatz von Scharbeutz zum Mikrofon griff, um ein ernstes Thema anzuschneiden. „Mehr als 100000 Menschen ereilt allein in Deutschland jährlich der plötzliche Herztod. In 85 Prozent der Fälle geht dem Herztod ein Kammerflimmern voraus“, erklärte der Bürgermeister. Zahlen, die dem Scharbeutzer Internisten Dr. Martin Struve, der Mitglied im Lions Club Lübecker Bucht ist, vertraut sind. Deshalb hatte er die Idee, Defibrillatoren an den Seebrücken von Scharbeutz und Haffkrug anzubringen.

Sowohl bei den Lions als auch bei der Wirtschaftsvereinigung Scharbeutz fand sein Vorschlag rege Zustimmung, sodass beide Vereine nun je einen Defibrillator im Wert von jeweils 1500 Euro an den Bürgermeister überreichen konnten. Die lebensrettenden Geräte wurden an den DLRG-Stationen am Anfang der beiden Seebrücken montiert und sind frei zugänglich.

Bürgermeister Volker Owerien bedankte sich beim Lions Club und der Wirtschaftsvereinigung für diese so wichtige Spende. Die Geräte sind selbsterklärend, sodass sie auch von medizinischen Laien sicher bedient werden können. Allerdings kommt es auf schnelles Handeln an, denn bereits drei Minuten nach dem Herzstillstand beginnen die Nervenzellen im Gehirn abzusterben.

Um die Schwellenangst vor der Benutzung eines Defibrillators zu nehmen, demonstrierte Frank Risy, der für die Ausbildung von Rettungsassistenten zuständig ist, die Bedienung des Gerätes. „Es wäre schön, wenn mehr Menschen einen ,Erste Hilfe’-Kurs besuchen würden – und zwar nicht nur einmal im Leben, wenn es um die Führerscheinprüfung geht“, wünscht sich Dr. Martin Struve, der die skandinavischen Länder, in denen bereits die Schüler regelmäßig in „Erster Hilfe“ unterrichtet werden, in dieser Beziehung als Vorreiter sieht. KG

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