Vier Fragen an die vier Kandidaten

Malente hat die Auswahl: Zur Bürgermeisterwahl am Sonntag, 29. Mai, treten gleich vier Bewerber an. Wofür stehen sie? Der Wochenspiegel hat nachgefragt und um kurze Statements gebeten.

1) Welche Stärken haben Sie – und gibt es auch eine kleine Schwäche?

Jörg Meyer: Meine soziale Kompetenz aus meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie mein berufliches Fachwissen, gepaart mit dem Miteinander auf Augenhöhe. Ich bin unkompliziert, entscheidungsfreudig, ehrlich, kollegial und durchsetzungsstark. Schwäche: meine Ungeduld bei zu langen Entscheidungsprozessen.

Tanja Rönck: Natürlich gibt es Schwächen … Lakritz! Und ich neige sternzeichentypisch zum Perfektionismus; aber beides habe ich (mal mehr, mal weniger) im Griff. Meine größten Stärken sind Empathie und Engagement, Offenheit, Gerechtigkeitssinn und Wertschätzung für alles und jeden, analytisches und wirtschaftliches Denken, Kreativität und mein Organisationstalent.

Hans-Werner Salomon: Stärken: entscheidungsfreudig, durchsetzungsfähig, kooperativ, kann gut zuhören, analytisch, ausdauernd. Schwächen: ungeduldig, Marzipan.

Christian Witt: Ich sehe hier meine Unabhängigkeit als meine große Stärke, aber auch der Wille und die Erfahrung, Diskussionen zielführend voranzutreiben und nach Beschluss ein Ergebnis konsequent umzusetzen. Ich bin seit 40 Jahren Malenter – ehrenamtlich und sportlich tätig und bringe daher eine sehr große Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Malente mit. Meine kleine Schwäche sind Süßigkeiten.

2) Welche beiden Projekte/Themen würden Sie als Bürgermeister zur Chefsache erklären?

Jörg Meyer: Ich möchte nicht nur verwalten, sondern gestalten. Der Fokus muss auf dem wichtigsten Wirtschaftszweig, dem Tourismus liegen. Dazu gehört ein klar besseres touristisches Marketing. Zu Fragen der Sicherheit, sehe ich die Feuerwehr ebenso als Chefsache an. Kurzfristig: Gewerbeflächenleerstand, Bahnhofstraße, Schulen, Kitas, Sporthallen, Schwentinebrücke, Holzbergturm.

Tanja Rönck: a) Das große Thema „Miteinander“ – rund um Vertrauen, Transparenz und Bürgernähe; nach meinen Gesprächen scheint hier vieles im Argen zu liegen. Als Bürgermeisterin werde ich meine Werte vorleben und damit mit gutem Beispiel vorangehen. b) Malente fit für die Zukunft machen; „2030 denken“ – denn um nicht weniger geht es. Es gilt, alle damit verbundenen Einzelfragen wie Mobilität, Kinder- und Jugendförderung, Ortsteil-/ Dörferentwicklung, Wohnbedarfe, Infrastruktur usw. als Teil eines Ganzen zu sehen, welche auch nur in diesem Zusammenhang gelöst werden können. Die ersten Projekte werden wohl das Schul- und Sportzentrum und die Neuausrichtung des Tourismus werden.

Hans-Werner Salomon: Bau eines Schul- und Sportzentrums und Investorenaquise.

Christian Witt: Ich sammle gerade die Themen, die mir von dem Bürgern genannt werden. Wichtig ist allen ein familienfreundliches Umfeld, welches bedarfsgerechte Angebote für alle Generationen vorhält. Aber auch die Tourismusvermarktung muss wieder mehr auf unsere Attraktionen (Themen wie Holzturm und Brücke klären und unterstützen), unsere Umgebung der Holsteinischen Schweiz und die Nähe zur Ostsee hinweisen. Wie können wir auf die Bedürfnisse der Vermieter und deren Gäste in der heutigen Zeit eingehen und Veranstaltungen in die Gemeinde holen und etablieren.

3) Wie wollen Sie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung erreichen?

Jörg Meyer: Ich werde Bürgermeister aller Malenter sein, unabhängig von Gesinnung und Parteizugehörigkeit. Unvoreingenommen werde ich das Gespräch mit allen suchen und bei Meinungsunterschieden versuchen, den größtmöglichen Konsens herzustellen.

Tanja Rönck: Indem ich den in allen Fraktionen ehrenamtlich politisch Tätigen mit Ehrlichkeit und Wertschätzung, verbunden mit Tugenden wie Humor, Geduld und Höflichkeit begegne.

Ich fühle mich nur der Sache verpflichtet. Diese Gewissheit auf Fairness und Neutralität wird dazu beitragen, Misstrauen abzubauen und Raum zu schaffen für eine neue Art des Miteinanders – über Parteigrenzen hinweg.

Hans-Werner Salomon: Durch das Einrichten eines Ältestenrates, den Besuch der Fraktionssitzungen, wenn von den Fraktionen gewünscht, und durch aktive Öffentlichkeitsarbeit auch nach innen (Gemeindevertretung).

Christian Witt: Der richtige Umgang miteinander und die Akzeptanz von anderen Meinungen sind hier der richtige Weg, und führen zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, welche Malente konstruktiv voranbringt. Meine politische Unabhängigkeit hilft sicherlich dabei, mit allen Fraktionen an einem Strang zu ziehen.

4) Was für ein Mensch sind Sie privat?

Jörg Meyer: Meine Familie ist mir sehr wichtig. Mit 55 Jahren verfüge ich über die ideale Mischung aus Lebenserfahrung und Bereitschaft, Neues zu wagen. Ich achte auf meine eigene Fitness, liebe sehr den Fußballsport sowie Sport allgemein, gehe gerne mit meiner Frau zu Kulturveranstaltungen und auf Reisen.

Tanja Rönck: Spontan und temperamentvoll, hilfsbereit und zuverlässig. Ich bin Optimist, mein Glas ist halbvoll und nicht halbleer, und wenn sich eine Tür schließt, geht irgendwo eine andere auf. Ich liebe das Leben mit all seinen Facetten und nehme es, wie es kommt. Und ich belaste mich nicht mit Vergangenem nachtragend zu sein, ist für mich Zeitverschwendung. Für mich ist wichtig, das Beste aus allem zu machen, nicht den Glauben an sich selber zu verlieren und sich nicht verbiegen zu lassen.

Hans-Werner Salomon: Familiär, spontan, hilfsbereit, sportlich interessiert.

Christian Witt: Ich bin ein Familienmensch mit vielen Interessen – sehr pragmatisch, und ich liebe eine aktive Freizeitgestaltung, die ich gerne mit meinen Freunden teile. Die Freude an der Natur und am Sport passen für mich sehr gut zu Malente. Ich bin ein Frühaufsteher und gehe dann gerne mit meinen Hunden durch die Wälder der Gemeinde Malente.

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