Schützt eure Lunge! Diese Gefahren lauern im Alltag

Dass Zigarettenqualm und Autoabgase der Lunge schaden können, ist weithin bekannt. Doch viele Menschen wissen nicht, dass auch ganz gewöhnliche Alltagsgegenstände den Atemwegen zusetzen können. Einfache Tipps helfen, die Gefahr zu entschärfen.

Dass Zigarettenqualm und Autoabgase der Lunge schaden können, ist weithin bekannt. Daher versuchen wir nach Möglichkeit, uns vor diesen Einflüssen zu schützen. Doch viele Menschen wissen nicht, dass auch ganz gewöhnliche Alltagsgegenstände – zum Beispiel Reinigungsmittel – den Atemwegen zusetzen können. Einfache Tipps helfen, die Gefahr zu entschärfen.

Geht es der Lunge nicht gut, meldet sie sich zum Beispiel durch Husten zu Wort. Für Menschen mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wird das lästige Symptom zum Dauerbegleiter.

Nicht nur das: Im Verlauf der Erkrankung nehmen die Lungenbläschen Schaden, die Aufnahme von Sauerstoff ist gestört. Zudem verengen sich die Atemwege und es kommt zur Atemnot, die die Lebensqualität der Patienten immer stärker einschränkt. Betroffen sind von der COPD vor allem Raucher, denn der Zigarettenkonsum gilt hier als größter Risikofaktor.

Erhalten Nichtraucher die Diagnose COPD, sollten sie aufhorchen: Manchmal steckt die Erbkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel hinter den Beschwerden (weitere Infos: www.initiative-pro-alpha.de). Ein Gendefekt sorgt dafür, dass das Immunsystem der Lunge das eigene Gewebe angreift und das Atemorgan schädigt. Die Symptome von Alpha-1 ähneln denen einer COPD, sodass selbst Ärzte die Krankheit häufig nicht sofort erkennen. Ein Schnelltest kann bei der Diagnose helfen.

Auch für Gesunde lauern im Alltag vielfältige Gefahren für die Lunge. So können Klimaanlagen oder Luftbefeuchter zu echten Keimschleudern werden, die Bakterien und Viren an die Atemluft abgeben. Eine solche Gefahr lässt sich jedoch verringern, wenn die Geräte regelmäßig professionell gesäubert und gewartet werden. Vorsicht auch bei der Hausarbeit: In vielen herkömmlichen Reinigern stecken Stoffe, die miteinander reagieren können, wenn man sie beim Putzen vermischt. Dies ist zum Beispiel beim gleichzeitigen Einsatz von Abfluss- und Kalkreinigern der Fall – hier kann sich ätzendes Chlorgas bilden.

Nutzen Sie die Reinigungsmittel daher immer nur einzeln und öffnen Sie während des Putzens Fenster und Türen weit, damit die Dämpfe entweichen können. Beim Auftragen von Sprays, zum Beispiel zur Pflege der Ledercouch oder zum Reinigen des Backofens, gilt ganz besondere Vorsicht: Die feinen Partikel gelangen schnell in die Lunge und reizen die Atemwege. Im besten Fall tragen Sie beim Gebrauch der Sprays einen Mundschutz und lüften anschließend gründlich. akz-o

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