Durchmarsch für Waterfront

Architekt Ingo Siegmund (links) konnte erneut den 1. Preis von Sven Hollesen entgegennehmen. (HN)

Die letzten Entwürfe sind fertig – eine Klage wird es nicht geben.

Die Mauern des zukünftigen Fischrestaurants wachsen in die Höhe, der Baukran daneben ist nicht zu übersehen: Das touristische Großprojekt Priwall Waterfront wächst. Jetzt weiß man auch, wie es aussehen wird: Nun stellte Bauherr Sven Hollesen die Entwürfe der letzten drei Gebäude vor, die noch im Architektenwettbewerb waren.

Den ersten Preis machte wie schon beim letzten Mal das Architekturbüro Konermann & Siegmund aus Lübeck und Hamburg. Die Entwürfe der jetzt vorgestellten drei so genannten Sonderbauten orientieren sich am ersten. Die Gebäude werden direkt an der Wasserkante stehen, noch vor den dahinterliegenden „Promenadenvillen“. Auffälligstes Merkmal sind die Stelzen, auf denen die Gebäude zum Teil ruhen. Eines soll eine kleine Brauerei beherbergen, so dass man mit Blick auf das alte Travemünde eines Tages auch Priwall-Bier genießen kann. Gastronomie, Geschäfte und vor allem Ferienwohnungen sollen im Bereich des Passathafens entstehen. Der Bauherr wirbt mit einer Traumlage, Spitzen-Rendite und hoher Mietauslastung um Investoren.

Juristische Hürden gibt es im ersten Bauabschnitt nicht mehr: Die Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung hatte bereits Mitte April erklärt, dass sie nicht klagen werde. „Eine Klage gegen den 1. Bauabschnitt ist nicht mehr möglich, nachdem der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer (LPV) seine Vollmacht zur Klage kurzfristig zurückgezogen hat“, erklärte der Vorsitzende Siegbert Bruders. Für eine erfolgreiche Klage war die BiP auf die Vollmacht eines anerkannten Naturschutzverbandes angewiesen. Weitere Klagemöglichkeiten ergeben sich für die Bürgerinitiative erst beim zweiten Bauabschnitt.

HN

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