Ambrosia-Pollen belasten Allergiker

Tipps für einen pollenfreien Garten.

Statt sich im Spätsommer und Herbst langsam, aber sicher Statt sich im Spätsommer und Herbst langsam, aber sicher über sinkende Pollenbelastung zu freuen, müssen sich Allergiker auf zwei Monate mehr Leidenszeit und eine neue Gefahr vorbereiten: den aggressiven Eiweiß-Cocktail der Ambrosia-Pollen. Das Beifußblättrige Traubenkraut (bot.: Ambrosia artemisiifolia) produziert dann pro Pflanze 60000 Samen und setzt rund eine Milliarde Pollen frei, die der Wind bis zu 100 Kilometer weit trägt. Nur sechs dieser Ambrosia-Pollen pro Kubikmeter Luft reichen für eine allergische Reaktion aus. Zum Vergleich: Bäume brauchen etwa 11 Pollen, um Heuschnupfen auszulösen, Gräser sogar 50 Pollen pro Kubikmeter.

Obwohl Ambrosia bei den Griechen in der Antike „Salbe der Götter“ bedeutete, ist die Pflanze alles andere als göttlich. Das Immunsystem von 80 Prozent der Allergiker reagiert heftig auf sie. Wie bei jeder Allergie völlig paradox, denn die körpereigene Abwehr hält mit ihrer Überreaktion eigentlich völlig harmlose Substanzen – wie auch Ambrosia-Pollen – für gefährlich. Sie löst dann durch den Botenstoff Histamin eine hocheffektive Entzündungskaskade aus, um die Eindringlinge zu vernichten. Diese nehmen wir als Heuschnupfen mit Niesreiz, Kopfweh und tränenden Augen wahr.

So wird der Garten zur Ambrosia-freien Zone:

• Mai bis August: Garten regelmäßig auf junge Pflanzen checken.

• Ambrosia mitsamt der Wurzel vor der Blüte mit Handschuhen ausreißen.

• Immer mit Mundschutz und einer Vollsichtbrille arbeiten.

• Blühende Ambrosia-Bestände am Nachmittag vernichten, weil die Pollen vor allem morgens fliegen.

• Ausgerissene Pflanzen auf keinen Fall kompostieren, sondern in den Hausmüll geben!

• Nach Möglichkeit offene Bodenflächen sofort wieder begrünen.

• Größeren Befall unbedingt melden, z. B. beim Grünflächen-, Umwelt- oder Pflanzenschutzamt.

• Jedes Jahr kontrollieren: denn die Samen bleiben 40 Jahre lang keimfähig. akz-o

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