Mückenwäldchen liegt – noch – im Dornröschenschlaf

So sieht das Mückenwäldchen bisher aus. Die Grünen sprechen sich eindeutig gegen eine Umwandlung in Bauland aus. (KG)

Wer von Niendorf aus kommend die Strandallee Richtung Timmendorfer Strand fährt, der passiert in einer langgestreckten Rechtskurve das linkerhand liegende Forstgebiet mit dem wenig schmeichelhaften Namen „Mückenwald“. Das 61826 Quadratmeter große Wäldchen liegt bisher unbehelligt im Dornröschenschlaf. Jetzt hat die Gemeinde über ein Planungsbüro touristische Nutzungsmöglichkeiten prüfen lassen.

Dabei sind drei verschiedene Vorschläge für Beherbergungsbetriebe herausgekommen. Die Besitzer des Wäldchens sind mit einer Nutzung einverstanden. Widerstand kommt von Seiten der Grünen. Ihrer Ansicht nach, stellt das Wäldchen die einzige natürliche Brücke zwischen dem Naturschutzgebiet der Aalbeekniederung und dem Strand dar. „Wir Grüne sprechen uns klar gegen eine Umwandlung von Wald in Baugebiet aus. Ein ständiger fortschreitender Flächenverbrauch von unbebauten Wiesen, Äckern und Wald belastet unsere Natur in sehr bedenklicher Weise“, erklärt Stefanie Paetow von den Timmendorfer Grünen. „Im Mückenwald kann sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entfalten. Insbesondere stehendes Totholz ist ein sehr wertvoller und in unserer Gemeinde äußerst seltener Lebensraum für gefährdete Vogel-, Insekten- und Pflanzenarten. Wir stimmen einer Umwandlung in Bauland nicht zu!“

Davon, dass der Mückenwald komplett verschwindet, kann jedoch nicht die Rede sein. Bei einer möglichen Bebauung des Forstgebietes, wäre nur ein kleiner Teil betroffen. Außerdem müssen die Pläne noch von den Trägern öffentlicher Belange (TÖB), zu denen auch die Untere Naturschutzbehörde gehört, begutachtet werden. Deren Stellungnahme wird dann in die weitere Planung mit einfließen. „Es handelt sich wirklich erst um den ersten Planungsschritt“, versichert die Timmendorfer Bauamtsleiterin Meike Piechotta. KG

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