Schnurren, Maunzen, Fauchen

Katzen senden deutliche Signale zu ihrer aktuellen Laune aus. „Wer die Stimmung seiner Katze richtig einschätzen will, sollte auf ihre Signale achten“, sagt Dr. Helga Hofmann, Buchautorin und Katzenexpertin.

Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Samtpfote keine Angst hat und die vier Wände ihrer Menschenfamilie als ihr Revier versteht, in dem sie sich frei bewegen kann: „Sie versteckt sich nicht. Sie wählt offene Ruheplätze und räkelt sich an ihren Lieblingsplätzen wohlig in der Sonne“, sagt Dr. Hofmann. „Liegt die Katze alle Viere von sich gestreckt, oft sogar mit dem Bauch nach oben, und schläft, bedeutet das, dass sie sich rundum wohl und sicher fühlt“, sagt die Expertin.

Weitere Anzeichen dafür, dass sich die Katze in ihrem Zuhause wohlfühlt: Sie eilt zur Begrüßung herbei. Sie springt ihrem Menschen auf den Schoß, lässt sich streicheln und schnurrt dabei. Sie ist, vor allem in jungen Jahren, auch gerne zu einem Spielchen bereit.

Ist die Katze der Streicheleinheiten überdrüssig, zuckt sie zunächst nur mit ihrer Schwanzspitze. Beachtet der Mensch dieses feine Zeichen nicht, peitscht sie mit dem Schwanz hin und her. Hilft auch das nicht, wird sie, je nach Charakter, auch deutlicher: „Entweder sie geht weg und zieht sich zurück, oder sie versetzt dem ignoranten Streichler einen Hieb mit den Krallen“, sagt Dr. Hofmann.

Sitzt die Katze vor ihrem Futternapf und/oder maunzt, heißt das so viel wie: Ich will ja nicht drängeln, aber ich habe Hunger. „Ein penetrantes Miau vor der Tür oder dem Fenster bedeutet: Nun macht mir endlich auf, es muss mich doch jemand hören“, sagt die Expertin. Ob fordernd, jammernd oder fragend: Je nachdem, ob einer Katze langweilig ist, sie Hunger hat oder raus will, miaut sie ganz unterschiedlich. Katzenfreunde hören mit der Zeit raus, was ihre Katzen wollen.

Wenn die Katze keinen Appetit hat, nicht trinken will, apathisch wirkt oder beim Hochnehmen schreit, sind das Anzeichen für eine Krankheit oder Verletzung. „Wenn allerdings Freigängerkatzen nicht fressen, dabei aber nicht krank wirken, kann es sein, dass sie eine zweite Futterquelle gefunden haben, etwa in Gestalt einer spendablen Nachbarin“, sagt Dr. Hofmann. Foto: Fotolia

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