Bleibt die Eisdiele an der Untertrave?

Der Bauausschuss fordert dort mehr Grün und Spielgeräte.

Der Bauausschuss teilt die Meinung der Bürger: In den bisherigen Plänen für die große Renovierung der Untertrave fehlen Grün, Spielgeräte und barrierefreie Zugänge zum Wasser, ganz besonders am Drehbrückenplatz. Diese Kritikpunkte hatten die Teilnehmer der öffentlichen Informationsveranstaltung vor zwei Wochen geäußert. Die meisten finden sich nun in einem Forderungskatalog der SPD an die Bauverwaltung wieder. Bauexperte Harald Quirder stellte ihn jetzt im Bauausschuss vor. Er wünschte sich mehr Pflanzen, mehr Sitzgelegenheiten und mehr Anziehungspunkte für Kinder, so wie auf der Promenade in Travemünde. „Es muss nicht gleich ein Klettergerüst sein, aber einzelne Spielgeräte wären gut. Und sie sollten maritimen Charakter haben.“

Wichtig war ihm noch: „Wir würden gerne das alte Pegelhaus mit dem Eispavillon erhalten.“

Diesem Wunsch schlossen sich mehrere Mitglieder des Ausschusses an. „Die Angst in der Bevölkerung ist sehr groß, dass diese beliebte Eisdiele schließt“, sagte Gregor Voht (Freie Wähler). Carl-Wilhelm Howe (GAL) fand es ebenfalls „gut, wenn der Eispavillon bleibt“. Allerdings gab es auch Bedenken. „Ich habe mir das Häuschen angeschaut“, sagte Daniel Rosenbohm (BfL), „der Aufwand, es zu erhalten, sollte immens sein. Da will ich zuerst die finanziellen Auswirkungen kennen.“

„Wir haben zugesagt, alle diese Punkte zu prüfen und dass wir am 6. Juni unsere Vorschläge dazu vorstellen wollen“, versicherte Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). An einem Punkt hegte er jedoch Zweifel: an kleinen Blumenbeeten vor den Hausfassaden. Sie gehören seiner Meinung nach in die Gänge und Seitenstraßen der Altstadt, „aber ist die Untertrave der richtige Ort dafür?“, fragte er.

SDF

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