Bienen sollen sich wohlfühlen

Timmendorfer Strand will bienenfreundlichste Gemeinde im Land werden.

Die Biologin Birte Pankau hat es nicht leicht, denn sie soll im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) entscheiden, wer die Wahl zur „Bienenfreundlichsten Kommune Schleswig-Holsteins“ gewinnt. Zu den Top acht, die es in die Endrunde geschafft haben, gehören die Gemeinden Halstenbek, Ratekau, Ruhwinkel und Timmendorfer Strand sowie die Städte Bad Schwartau, Lübeck, Preetz und Schleswig.

In Timmendorfer Strand stellte Dr. Felix Benary, der ehemalige Vorsitzende des Umweltausschusses und Ehrenvorsitzende der GRÜNEN von Timmendorfer Strand, die zum Schutz der Bienen ergriffenen Maßnahmen vor.

Er sieht die Gemeinde durch einen großen Grünlandanteil als sehr gut für den Wildbienenschutz aufgestellt. So entfallen allein 18 Prozent der Gemeindefläche auf das Naturschutzgebiet Aalbeek-Niederung, welches im Jahr 2000 zum Natura Gebiet erklärt wurde und eine reiche Kleintierwelt beherbergt. Und auch bei Baumaßnahmen werden Umweltbelange berücksichtigt. So werden von der Gemeinde unterschiedliche Aussaatmischungen mit einem hohen Wildblumenanteil für Grünflächen entlang der Promenade verwendet. Beim Neubau von Gebäuden würden begrünte Dächer berücksichtigt. Ein am Ostseegymnasium errichtetes Insektenhotel bietet den Insekten Nistmöglichkeiten. Ebenfalls in der Nähe des Gymnasiums wurde vom Verein „Blühbiotop“ ein Staudengarten angelegt. Um die Gartenbesitzer mit ins Boot zu holen, wurden 500 Tütchen mit einer Wildblumensamenmischung kostenlos an die Bürger verteilt. Und auch für die Zukunft hat man sich einiges vorgenommen, denn 2017 sollen insgesamt fünf Prozent aller bisherigen Rasenflächen zu Blühbiotopen werden, die Bienen dann als Bienenweide dienen werden.

Der Wettbewerb findet im Rahmen des BUND-Projektes „Naturschutz in der Gemeinde“ statt und wird von der BINGO!-Umweltlotterie gefördert. Welcher der acht Finalisten die „Bienenfreundlichste Kommune“

ist, wird die aus einem Wildbienenexperten sowie Mitgliedern von De Immen e.V., dem Netzwerk Blühende Landschaft und des BUND Schleswig-Holstein bestehende Wettbewerbsjury bei der Siegerehrung am 25.

Mai in Kiel bekannt geben.

KG
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