Schau zeigt frühe Lübeck-Bilder

Neue Einblicke in Lübecker Alltag: Fotografie von der Holstenstraße im Jahr 1887. (Museum Behnhaus Drägerhaus)

Das Museum Behnhaus Drägerhaus lädt zur bedeutenden Fotoschau historischer Arbeiten ein.

Sie zeigt einen reichen Bestand zur Geschichte der Fotografie und birgt eine Reihe von Entdeckungen: Im Museum Behnhaus Drägerhaus ist eine opulente und hoch interessante Fotoausstellung mit Arbeiten von 1840 bis 1945 eröffnet worden. „Wir waren selbst überrascht, was alles zum eigenen Bestand gehört“, freut sich Museumsleiter Alexander Bastek. Mit frühen Daguerreotypien, Salzpapieraufnahmen, Atelier- und Architekturfotos des 19. Jahrhunderts, Pressefotos ab 1900 sowie Kunstfotografie der 1920er Jahre werden bis zum August historische Aufnahmen gezeigt, von denen viele noch nie publiziert wurden. Dabei handelt es sich um 450 Aufnahmen von insgesamt mehreren 1000 Werken, „für die wir bereits weitere fünf Themen nennen könnten“, ist auch Jan Zimmermann, promovierter Historiker, Fotohistoriker und Kurator der Ausstellung, nach zeitaufwändiger Sichtung begeistert.

Die Arbeiten von circa 80 Fotografen zeigen Alltag und Besonderheit aus 100 Jahren Foto- und Stadtgeschichte Lübecks. Dabei wird der Beginn der Fotogeschichte und ihre Entwicklung anhand von den verschiedenen Fotografieverfahren des 19. Jahrhunderts vorgestellt: Neben der Daguerreotypie, die 1839 in Frankreich entwickelt wurde und bereits 1840 nach Lübeck kam, werden Abzüge auf Salzpapier (1850), auf Albumin- und Kollodiumpapier (1870 bis 1900) wie auch auf Silbergelatinepapier (ab 1900) gezeigt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Originale, „es hängen keine Reproduktionen an der Wand“, bestätigt Bastek.

„Carl Georg Heise hat die Fotografie schon in den 1920er Jahren als Kunst erkannt und die bestehende Fotosammlung in dieser Richtung bedeutend erweitert“, so der Museumsleiter. Mit dem Einblick in die neue Ausstellung seien vielfach unbekannte Stadtansichten und Porträts als absolute Highlights der Fotogeschichte bis hin zu Perlen der Kunstfotografie der 1920er Jahre zu sehen. Neu ist dabei, dass alle Aufnahmen den jeweiligen Fotografen zugeordnet sind: Unter anderem warten viel versprechende Eindrücke von Joseph Wilhelm Pero, Hermann und Carl Linde, Julius Appel oder Robert Mohrmann darauf, bewundert zu werden. mpa

Es hängen keine Reproduktionen an der Wand.“

Alexander Bastek,

Museumsleiter

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