Kaltenhof: Bewegung in Sachen Bahnübergang

Stand der Verhandlung wurde jetzt im Ausschuss vorgestellt.

Welche Folgen durch die Hinterlandanbindung für die feste Fehmarnbeltquerung entstehen, wird in Bad Schwartau am Bahnübergang an der Kaltenhöfer Straße deutlich.

Gegenwärtig sind auf der Strecke 128 Züge unterwegs, nach der Schienenanbindung werden es 258 sein. Die Güterzüge werden bis zu 835 Meter lang sein. Die Streckengeschwindigkeit wird sich von 120 auf 160 km/h erhöhen. Diese Zahlen stellte Bernhard Schmidt vom Bauamt der Stadt in der Sitzung des Ausschuss für Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz vor. Die gute Nachricht: Die Bahn hat auch zwei eigene Vorschläge für einen neuen Bahnübergang in Kaltenhof vorgelegt: entweder eine Gleiserhöhung mit Unterführung der Straße oder eine Straßenbrücke bei Gleishöhe. Für ein solches Kreuzungsbauwerk müsste eine entsprechende Vereinbarung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz geschlossen werden. Die Stadt Bad Schwartau müsste ein Drittel der Baukosten tragen.

Den Stand der Verhandlungen wertet die Politik als Erfolg. „Die Bahn wollte am Anfang gar nichts machen und alles so lassen“, so Andreas Marks (WBS). Mittlerweile mache die Bahn auch Vorschläge. Es sei wichtig, weiter am Ball zu bleiben, betonte Inga Stammer (CDU). Heinz-Dieter Steigert (SPD) sagte, er sei erschüttert gewesen, als der die Vorlage erstmals gelesen habe. Auch Peter Seedorf, der das Projekt „Kaltenhof-Brücke“ angeschoben hatte, appellierte, bei dem Thema „dran zu bleiben“, um eine optimale Lösung für Bad Schwartau zu finden. „Dann werden wir das auch erreichen.“

Zustimmung gab es dafür, ein Rechtsgutachten in Auftrag zu geben, um zu klären, ob die Bahn bei der Beurteilung von Lärmschutz und Erschütterung von Gebäuden 20 Jahre alte Kriterien zugrunde legen darf. ES

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