Bahnhofsbrücke: Suizid verhindert

Polizei und Rettungskräfte waren am vergangenen Sonntag im Einsatz, weil ein junger Mann drohte, von der Bahnhofsbrücke zu springen. (Kröger)

Jugendlicher wollte springen — zahlreiche Gaffer mit Kindern vor Ort.

Am vergangenen Sonntag war der gesamte Zugverkehr am Lübecker Hauptbahnhof von 15 bis 17 Uhr komplett lahmgelegt. Der Grund: Ein Jugendlicher war über das Geländer der Bahnhofsbrücke gestiegen und wollte offenbar auf die Gleise springen. Die Polizei sperrte die Brücke ab, die Oberleitungen wurden vom Netz genommen und der Autoverkehr umgeleitet. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr hielten unter der Brücke ein Sprungkissen bereit.

Auf der Brücke versuchten derweil mehrere Freunde und Bekannte des Jugendlichen ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Unter den Blicken Dutzender Schaulustiger, teilweise mit kleinen Kindern, entschied man sich um 17 Uhr für einen Zugriff. Der Jugendliche konnte mit vereinten Kräften wieder über das Geländer gezogen werden. Nach einer ersten Untersuchung durch den Notarzt wurde er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. „Weil es sich um einen Suizidversuch handelt, machen wir keine nähreren Angaben zur Person“, sagte Polizeisprecher Dierk Dürbrook.

afu

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.