Aktives Miteinander im Nachbarschaftsbüro

Die Hansestadt Lübeck bietet an fünf Standorten ein breites Angebot.

Wer die Angebote des Nachbarschaftsbüros im Stadtteilhaus im Hansering 20 b in St. Lorenz Süd kennt, weiß die Kontakte im Viertel zu schätzen. Man kennt sich, manche kochen einmal im Monat mit Kurt oder besuchen das Welcome-Café mit Flüchtlingen bei Kaffee und Spielen am Montag. Das Nachbarschaftsfrühstück und die Kreativgruppe am Dienstag sind gut besucht. Auch die soziale Beratung und offene Sprechstunde wird rege genutzt.

„Zu uns kommen Menschen mit ganz alltäglichen Problemen: Senioren mit Fragen zum Pflegegesetz, Flüchtlinge auf Wohnungssuche oder Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche“, erzählt Ramune Virsilaite-Wöhlert. Mit ihrer Arbeit leistet sie im Hansering nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe. Sie vermittelt auch weiter an Fachleute und Institutionen. Dazu ist das Büro gut vernetzt, sie tauscht sich aus mit Kirche und Schulen, Kitas oder Wohnungsgesellschaften. „Wir sind ein bunter Stadtteil“, sagt Ramune Virsilaite-Wöhlert und freut sich über Ehrenamtler, die Ideen einbringen, Gruppen initiieren und geschult werden, um diese zu begleiten. So sei auch der Frührentner, der eine Gruppe übernimmt, wieder erfüllt mit Leben. Alle Initiativen sind ausgerichtet an Möglichkeiten der Begegnung, an den Bedürfnissen der Menschen, die im Viertel leben.

Das erste Nachbarschaftsbüro öffnete vor 20 Jahren in Kücknitz, das zweite auf Marli. Heute gibt es fünf Nachbarschaftsbüros in Eichholz, Moisling, St.

Lorenz Nord, St. Lorenz Süd sowie Falkenfeld/Vorwerk. „Wir sind direkt vor Ort und knüpfen Kontakte in die Häuser“, beschreibt Birgit Reichel, Leiterin der Nachbarschaftsbüros. „Bei unseren Angeboten bis hin zum großen Sommerfest werden die Bedarfe sichtbar. Hilfe zur Selbsthilfe und Aktivierung im Alltag stehen im Vordergrund. Auch wer vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen ist, soll aktiv im Leben stehen.“ Ob soziale Beratung, Gruppenangebote oder Weiterbildungsprojekte: „Wir sind für alle Menschen offen, bleiben unermüdlich dran und arbeiten mit einem breiten Ansatz“, beschreibt Birgit Reichel das große Ziel von insgesamt acht Mitarbeiterinnen in fünf Büros.

Was wünscht sie sich zum 20-jährigen Bestehen der Lübecker Nachbarschaftsbüros? „Es ist wichtig, dass Lübeck fünf Nachbarschaftsbüros hat“, sagt sie. Sie wünscht sich mehr Sicherheit für das Fortbestehen der Arbeit in den Stadtteilen. „Die Bürgerschaft hat uns bisher immer wieder von der Sparliste geholt“, ist sie froh und wertet das als ein Zeichen der Stadt, sich dem Dienst an der Gesellschaft zu stellen.

»Weitere Informationen unter www.nachbarschaftsbüro.de

mpa

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