Guten Mutes trotz Defizits

Festspiel-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert (links) stellte die Bilanz 2015 vor. Ulrike Horstmann unterstützt sie bei der Pressearbeit. (Graap)

Bilanz: Die Eutiner Festspiele schließen die Saison 2015 mit 11000 Euro Verlust ab.

Mit roten Zahlen geht niemand gerne vor die Presse. Auch Sabine Kuhnert, Geschäftsführerin der Eutiner Festspiele, fiel es vergangene Woche nicht leicht, eine Bilanz für das Jahr 2015 vorzustellen, die mit einem Minus von 11000 Euro abschließt. „Dennoch blicken wir positiv in die Zukunft, denn das Defizit begründet sich ausschließlich durch Altlasten aus den Geschäftsjahren 2011 und 2012“, betonte sie.

Nur durch das strickte Einhalten des Wirtschaftsplanes, durch massive Einsparungen sowie großzügige Spenden fiel der Negativsaldo so niedrig aus. Auch im Jahr 2016 würden fällige Zahlungen aus Verbindlichkeiten der Jahre 2011 bis 2014 den Haushalt belasten, jedoch nicht so ins Gewicht fallen, wenn „wir viele Karten verkaufen und das Wetter mitspielt“, kündigt Kuhnert an.

Ohne Altlasten hätten im vergangenen Jahr sogar Rücklagen gebildert werden können. Die Vorstellungen waren mit 24000 verkauften Eintrittskarten zu 64 Prozent ausgelastet. „Eine Mindestauslastung von 60 bis 62 Prozent vorausgesetzt, können die Eutiner Festspiele langfristig ein gesundes Unternehmen sein“, so Kuhnert.

Spürbaren Erfolg habe 2015 die intensive Promotion an der Ostseeküste, gerade im Bereich der Kieler Bucht, gebracht. Diese Marketingarbeit solle auch in diesem Jahr im Team mit der Landesgartenschau fortgesetzt werden. „Darüber hinaus müssen wir mit unserer Werbung verstärkt nach Stormarn und in den Hamburger Randbereich gehen“, meint Sabine Kuhnert. Trotz des erwarteten Besucheransturms auf die Landesgartenschau stapeln die Festspiele beim kalkulierten Ticketabsatz in 2016 tief: „Wir planen mit 24700 verkauften Karten. Stand jetzt, haben wir mit 11000 Tickets genauso viele Karten wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr abgesetzt.“

Es gibt auch neue Ideen und Ansätze, die die Festspiele weiter voranbringen sollen. „Wir wollen dem Wunsch des Publikums nachkommen und den Festspielen ab 2017 mehr zu einem ,Festival-Event-Charakter‘ verhelfen, der Ausstrahlung auf die ganze Region haben soll, wobei wir grundsätzlich dabei bleiben, Opern und Operetten aufzuführen“, so Sabine Kuhnert. Schon Ende Mai will sie zusammen mit Intendantin Dominique Caron das Programm für 2017 bekannt geben. »Mehr zum aktuellen Programm der Sommeroper online unter www.eutiner-festspiele.de

vg

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