Politik will Hochzeiten auf der Passat erhalten

Sich trauen auf dem Windjammer: Bürgerschaft diskutiert über das Thema.

„Da hat uns der grüne Senator Bernd Möller gegen Ende seiner unglücklichen Amtszeit doch noch ein faules Ei ins Nest gelegt“, erzürnt sich Meinhard Wichmann, Travemündes CDU-Vorsitzender. Möller (Grüne) wird zum 1. Mai von Ludger Hinsen (CDU) abgelöst. Und macht jetzt noch einmal Schlagzeilen mit dem „Hochzeits-Aus“ auf der „Passat“. Gemeint sind die standesamtlichen Trauungen, die aus Personalgründen zukünftig nicht mehr auf dem Windjammer stattfinden sollen. Dagegen stemmt sich die Politik: Die CDU verweist auf die Einnahmen, die dadurch der Tourismuswirtschaft entgehen. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke kritisiert, dass der Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Und Frank Zahn, Sprecher für Sicherheit und Ordnung bei der SPD, erklärt per Pressemitteilung: „Die plötzliche Abkehr des Senators von Trauungen auf der Passat ist inakzeptabel.“ Im Travemünder Ortsrat schlug Zahn dann am Donnerstag vor, der Kurdirektor oder dessen Stellvertreter könnten doch die Trauungen durchführen.

Am 28. April wird dann auch die Bürgerschaft über das Hochzeits-Thema debattieren. Alle drei Fraktionen sind mit entsprechenden Anträgen für den Erhalt der standesamtlichen Trauungen auf dem Windjammer dabei. HN

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