Kreationen aus Metall

Arsema (li.) und Makka schauen zu, wie Helga Martens die Kette mit Werkzeug kürzt.

„Museum zum Selbermachen“ lautete die Osterferienaktion des Jugendtreffs Dieselstraße.

„Du musst die Mitter mit der Zange ganz fest halten, dann kann ich die Schraube festdrehen“, erklärt Helga Martens der neunjährigen Makka. Die ist gerade mit der Bearbeitung der beiden Kupferplatten fertig geworden. Nun sollen die Teile zusammengefügt werden, dann ist der Kerzenhalter fertig, gearbeitet nach einer Vorlage des Vaters von Helga Martens.

Makka, Arsema, Michelle und die anderen Mädchen aus dem Jugendtreff Dieselstraße haben an der Osterferienaktion „Museobilbox — Museum zum Selbermachen“ teilgenommen. Es ist bereits das vierte museumspädagogische Projekt des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk zusammen mit dem Jugendtreff Dieselstraße, das Kinder für Museen interessieren soll. „Das geht natürlich am besten mit einem technischen Museum, in dem sie viel selbst machen können“, erklärt Helga Martens vom Förderverein.

Seit Herbst 2014 haben bereits Projekte zum Thema Holz, Leder und ökologisches Wirtschaften gestern und heute stattgefunden, dieses Mal ist Metall an der Reihe. Finanziert wird die Projektreihe „Kultur macht stark — Bündnis für Bildung“ vom Bundesbildungsministerium, das sich an Kinder- und Jugendeinrichtungen speziell mit einer sozialen Komponente richtet.

Die Mädchen sind einfach nur begeistert, selbst etwas machen zu können. So werden aus verschiedenen Metallen wie Kupfer, Zink und Neusilber Schmuckstücke und Anhänger sowie Kerzenhalter gefertigt.

Michelle (10) hat einfach Spaß daran etwas aus Metall selbst zu machen. „Das ist zwar ganz schön anstrengend“, meint sie im Hinblick darauf, dass ihr die Finger bereits wehtun, „aber es lohnt sich, weil es schön aussieht.“

Arsema (10) ist ganz konzentriert bei der Arbeit. Sie fertigt aus buntem Draht eine kleine Spirale, in der dann eine Murmel befestigt wird. Die kann sie dann als Ohrhänger tragen. „Das gefällt mir gut, ich habe Lust daran, Schmuck selbst herzustellen“, sagt sie.

Alle Stücke werden in einer Museobilbox ausgestellt, auch ein Museumsbuch hat sich jede Teilnehmerin hergestellt sowie eine Museumstasche gestaltet. Bei einer Ausstellung am Ende des Projektes konnten sich dann Eltern, Verwandte und Freunde die Museobilbox anschauen. HÖ

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