Ein „ehrlicher Makler“ für die Stadt sein

Dr. Uwe Brinkmann ist parteiloser Kandidat der SPD im Schwartauer Bürgermeister-Wahlkampf.

Er ist im Januar als einziger Nicht-Bad Schwartauer in das Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen. Kurz vor dem 24. April hat Uwe Brinkmann ein „sehr gutes Gefühl“ , dass es mit dem Wechsel nach Bad Schwartau etwas werden könnte. „Ich bin im Wahlkampf auf viel Offenheit gestoßen“, sagt der 38-Jährige, der von der SPD als parteiloser Kandidat nominiert wurde.

Als Regierungsdirektor ist Uwe Brinkmann, Fregattenkapitän d. R., zurzeit im Bereich internationaler Abkommen und Vertragsverhandlungen im Bundesverteidigungsministerium tätig. Doch in Berlin wolle er nicht heimisch werden. Auch in Hamburg, wo er mit seiner Frau, einer Psychologin, eine Familie gegründet hat, möchte er nicht dauerhaft leben. „Wir waren auf der Suche nach einem familienfreundlichen Umfeld. Meine Frau und ich fühlen uns Norddeutschland sehr verbunden“, betont der Vater von drei Töchtern. Daher sein Entschluss, sich um das Bürgermeisteramt in Bad Schwartau zu bewerben.

Der promovierte Jurist kann auf zehn Jahre Führungserfahrung im öffentlichen Dienst und kommunalpolitische Arbeit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene verweisen. Er war unter anderem für mehrere Bundestagsabgeordnete tätig. „Ich bin seit frühester Jugend ein politischer Mensch“, sagt der gebürtige Bonner, der in einem gewerkschaftlich geprägten Umfeld groß geworden ist. Mit Ende seines Studiums habe er zwar sein parteipolitisches Engagement in der SPD beendet, nicht aber sein politisches. Er sei wichtig für ihn gewesen, den Blick über Parteigrenzen hinweg zu weiten. Das gilt auch privat. Seine Frau ist CDU-Mitglied.

Als Bürgermeister würde er ein überparteilicher und „ehrlicher Makler“ sein, erklärt er. „Ich habe Bad Schwartau als eine sehr lebenswerte Stadt mit großem Potential kennengelernt.“ Aber Bad Schwartau lebe auch von seiner Substanz, erklärt er und verweist auf das „im Dornröschenschlaf“ liegende Amtsgerichtsgebäude. Handlungsbedarf sieht er zum Beispiel ebenso in der Lübecker Straße.

Durch seine vielen Gespräche erfuhr er von der Standortsuche der Schwartauer Werke und thematisierte sie. Dass erst jetzt die Politik bei Suche nach einer Lösung mitmischt, ist für Brinkmann auch Beleg für eine Lethargie, die überwunden werden müsse. „Wir brauchen neuen Schwung in der Stadt.“

Aufgabe des Bürgermeisters sei es, Lösungen transparent darzustellen und Mehrheiten dafür zu gewinnen. „Nicht zuschauen, sondern zupacken“, sei seine Devise. ES

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