Petriturm zur Hälfte gerettet

Mit einem historischen Rippenbogenstein bedanken sich Petri-Pastor Bernd Schwarze (von re.) und Fundraiser Christian Hohmann bei Theo Dräger (Petri-Kirchenbauverein) für die 100000-Euro Spende zur Sanierung des Gotteshauses. (SDF)

Für die Sanierung wurden bereits mehr als 1,4 Millionen gespendet. Es fehlt noch genauso viel.

Die Spendenkampagne „Sieben Türme will ich sehen“ hat bereits die Hälfte des benötigten Geldes gesammelt, um den stark beschädigten Petriturm zu sanieren. Rund 2,8 Millionen wird es am Ende kosten, 40000 Klosterformatsteine und 4500 Formsteine neu einzusetzen, 2000 Quadratmeter Fugen zu versiegeln und 75 schmiedeeiserne Maueranker instand zu setzen.

Das Bergfest, das Erreichen der symbolischen Marke von 1,4 Millionen Euro, dürfte der St.-Petri-Bauverein einläuten: mit einer privaten Spende von Christian Dräger über 100000 Euro.

Es ist das dritte Mal, dass der Verein sich finanziell stark für den Erhalt der Innenstadtkirche einsetzt. Ihm war es Anfang der 1980er-Jahren gelungen, 800000 DM zusammengetragen. In den 90er-Jahren sammelten die Vereinsmitglieder weitere 600000 DM, um den Eingangsbereich und die Räume unter dem Turm neu zu gestalten. Nun steuern sie 100000 Euro bei und helfen kräftig dabei, weitere Sponsoren zu finden. Für den 57-köpfigen Bauverein ist dies eine besondere Leistung, hebt sein Vorsitzender Theo Dräger hervor. Da die Kultur- und Universitätskirche St. Petri keine Gemeinde hat, könne sie nicht wie die Kirchenbauvereine von St. Marien oder Dom auf das große Potenzial zahlreicher Gemeindemitglieder zurückgreifen.

Der Bauverein will sich weiterhin für die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ einsetzen, um die noch fehlenden Finanzmittel zu finden und das stadtprägende Gebäude bis Ende 2017 auszubessern. Theo Dräger ist sicher: „Im Mittelalter haben die rund 25000 Lübecker es geschafft, fünf große Kirchen hinzustellen. Warum sollten wir heute, mit über 200000 Einwohnern, nicht schaffen, sie zu erhalten?“

Petri-Pastor Bernd Schwarze und der Fundraiser des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg ,Christian Hohmann, freuten sich sehr über das Engagement des Vereins. „Das gibt uns Rückenwind für den zweiten und dritten Bauabschnitt“, bedankte sich Hohmann. Die Bauarbeiten gehen indes wie vorgesehen voran, teilte Schwarze mit: „Zeitlich und finanziell wird es eine Punktlandung werden.“ SDF

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