Quartiersarbeit in St.Lorenz nimmt Fahrt auf

Grünkohl satt für Nachbarn: Gregor Greßing, Birgit Selmaier, Frieda Stahmer und Margret Süllau (v.l.) mit Engagement und Freude am leckeren Büfett. (mpa)

Wer beim Projekt der Awo Lübeck mitmachen möchte, ist willkommen.

„Unsere Arbeit im Quartier stößt auf immer mehr Resonanz“, freut sich Frieda Stahmer von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Lübeck. Bei dem im Herbst 2015 gestarteten und durch die Fernsehlotterie finanzierten dreijährigen Quartiersprojekt stehen Konzepte im Vordergrund, die die Menschen im Viertel zwischen Fackenburger Allee, Katharinenstraße und Schwartauer Allee sowie Lohmühle besser vernetzen sollen. „Vor allem ältere Menschen benötigen nahe Einkaufsmöglichkeiten, mehr Kontakte und Hilfsangebote“, weiß Frieda Stahmer. Von 8050 Einwohnern im Quartier sind 1418 zwischen 60 bis 90 Jahre alt, Tendenz steigend.

Erste Ergebnisse von Hilfe zur Selbsthilfe gibt es bereits: Nach dem ersten Quartierstreffen im November 2015 wird mit einer Apotheke und Ärzten im Viertel ein Medikamentenlieferdienst entwickelt.

Auch Einkaufshilfen, vorlesen oder begleitete Spaziergänge sollen angeboten werden. Senioren und/oder Angehörige wenden sich hierzu gerne an das Quartiersprojekt.

Es ist eine Kochgruppe entstanden, die im Februar unter dem Motto „Nachbarn kochen für Nachbarn“ zum Grünkohlessen eingeladen hat. „Im Mai sind wir wieder aktiv. Dann gibt es leckeren Spargel“, erzählt Margret Süllau. Sie freut sich über weitere Interessierte, die mitkochen möchten. Auch eine Spielegruppe wurde gegründet: Bei 14-tägigen Treffs treffen Spielefans bei Kaffee und Kuchen im Awo-Treff am Brolingplatz zusammen. Nächster Termin ist Freitag, 8. April, 17.30 Uhr.

Das zweite Quartierstreffen ist für Dienstag, 24. Mai, vorgesehen. „Wer Interesse an seinem Viertel und gerne auch Anregungen für mehr Miteinander dort hat, kommt ab 17.30 Uhr ins Gemeindehaus in der Westhoffstraße“, lädt Frieda Stahmer alle Generationen und Nationalitäten ein. Monatliche Infoveranstaltungen schließen sich an, bei denen sich soziale Einrichtungen und Vereine des Viertels sowie die Kooperationspartner des Vereins Initiative Brolingsplatz vorstellen.

Mit öffentlichen Quartiersspaziergängen der besonderen Art wird künftig in Kooperation mit dem Verein Brolingplatz auf historisch interessante Ecken des Viertels aufmerksam gemacht. Daneben soll monatlich ein mobiler Kaffeekorb unterwegs sein: Ehrenamtler radeln mit Anhänger und selbst gebackenem Kuchen zum Klönschnack mit Bewohnern am Gartenzaun. mpa

Alte Fotos gesucht
Wer alte Aufnahmen aus dem Viertel hat und Geschichten rund um ehemalige Häuser und Geschäfte weiß, wendet sich an die Awo-Mitarbeiterin Frieda Stahmer. Sprechzeiten im Awo-Treff, Brolingstraße 6:

Dienstag 17 bis 19 Uhr und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Telefon: 0157/58 08 90 84, E-Mail: quartierbrolingplatz@awo-kreisverband-luebeck.de.

Kommentar hinterlassen zu "Quartiersarbeit in St.Lorenz nimmt Fahrt auf"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*