Die fünf Kandidaten treffen erstmals aufeinander

Erstmals vollzählig: Gerd Radisch (v. li.), Ellen Brümmer, Steffen Dannenberg, Michael Neese und Uwe Brinkmann waren einer Einladung der Bad Schwartauer Geschäftsleute gefolgt. (ES)

Vorstellungsrunde bei der AHG — am Montag lädt die Stadt ein.

Bei der Jahresversammlung der Aktivgruppe für Handel und Gewerbe (AHG) sind erstmals alle Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 24. April, einem verkaufsoffenen Sonntag, in Bad Schwartau aufeinder getroffen. Dr. Uwe Brinkmann, parteiloser Kandidat der SPD, Ellen Brümmer (CDU), Steffen Dannenberg (WBS) sowie die Einzelbewerber Michael Neese und Gerd Radisch nutzen die Gelegenheit, sich und ihre Ziele vorzustellen und Fragen der Geschäftsleute zu beantworten.

Lars Matzen, erster Vorsitzender der AHG, und seine Vorstandskollegen Stefan Klindwort, Alfred Klindwort und Kay Klindwort drückten bei den Regularien der Versammlung aufs Tempo, um den Kandidaten im Waldhotel Riesebusch nach 75 Minuten die Bühne zu überlassen. Die Frage, wie man Bad Schwartau (weiter) nach vorne bringen kann, bestimmten sowohl Bericht und Aussprache der AHG-Mitglieder als auch die Fragerunde.

Die Bewerber um das Bürgermeisteramt wurden zum Beispiel nach ihren Zielen im Falle einer Wahl und ihren Vorstellungen von einem effektiven Stadtmarketing gefragt. Uwe Brinkmann, einziger Nicht-Bad Schwartauer im Rennen, lag mit seiner Feststellung nach über einer Stunde nicht ganz falsch, dass große inhaltliche Diskrepanzen zwischen den Kontrahenten kaum festzustellen waren.

Umso mehr setzten die Kandidaten darauf, ihre eigenen Stärken und Qualifikationen herauszustellen — etwa als die AHG von den Kandidaten wissen wollte: „Was können Sie besser als Ihre Mitbewerber?“

Brinkmann, promovierte Volljurist und Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium, sagte, er wolle als Bürgermeister „ein ehrlicher Makler sein“, der alle Beteiligten bei der Lösung von Problemen an einen Tisch holt. Gerd Radisch, seit 30 Jahren in Bad Schwartau, setzte auf seine Kompetenz in Wirtschaftsfragen und seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik aus seiner Zeit bei CDU und WBS. Er verstünde sich als Bürgermeister als Botschafter der Stadt.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Ellen Brümmer ist seit 1985 in Bad Schwartau zu Hause. Es sei eine liebens- und lebenswerte Stadt. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass es auch so bleibt.“ Kita-Leiter Michael Neese beschreibt sich als „Problemlöser, der seit 30 Jahren in der Bütt steht“ und stellte seine Unabhängigkeit von Parteien heraus. Als Bürgermeister verstehe er sich als Netzwerker.

„Ich bin ein Mensch, der auf Menschen zugeht“, betonte Steffen Dannenberg. Eines der zentralen Themen für ihn: die Stadtentwicklung. Er warb für ein personifiziertes Stadtmanagement als Chefsache des Bürgermeisters. ES

Erfolgreiches Jahr
Die AHG blicke auf ein erfolgreiches Jahr zurück, bilanzierte der zweite Vorsitzende Stefan Klindwort. Die Zahl der Mitglieder liegt aktuell bei 66 (2015 gab es acht Eintritte und sechs Austritte). Wichtige Themen für die Gewerbetreibenden sind die Ortsbegrüßung, Ideen für die Lübecker Straße und ein mögliches Welcome-Center für Gäste. Es gehe darum, Alleinstellungsmerkmale für Bad Schwartau zu schaffen, so Lars Matzen. Kay Klindwort wurde einstimmig in seinem Amt als Schriftführer bestätigt. ES
Nächstes Treffen
Auch die Stadt Bad Schwartau lädt zu einer Vorstellung der Bewerber. Diese beginnt am Montag, 21. März, um 19 Uhr in der Krummlandhalle, Schulstraße 8-10. Die Moderation übernimmt Jochen von Allwörden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städteverbandes.

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