Klein Wesenberg blüht auf

1,8 Hektar große Wiese soll zur Blühwiese werden

Die Gemeinde Klein Wesenberg zeigt sich derzeit in den schönsten Farben: Mit einer Blühwiese an der Alten Dorfstraße hat die Gemeindevertretung bereits einen Anfang gemacht. Auf rund 600 Quadratmetern blühen seit Mai die schönsten Wiesenblumen, von denen die Insekten derzeit gar nicht genug bekommen können. Es summt und brummt jedoch nicht nur an der Alten Dorfstraße, sondern auch am Heideweg blühen derzeit auf 1400 Quadratmetern riesige Sonnenblumen und Phacelia. Eine weitere Wiese soll im Herbst umgepflügt werden, damit aus ihr ebenfalls ein Paradies für Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Marienkäfer, Libellen, Käfer, Fliegen und anderes Getier werden kann.

Bereits im Jahr 2005 hatte die Gemeinde eine 2,3 Hektar große Fläche an der Straße Am Kirchberg kurz vor dem Gelände der Klein Wesenberger Schützen erworben. Auf rund 5000 Quadratmetern ist bereits eine hübsche Wohnsiedlung mit den schönsten Einfamilienhäusern entstanden, die sich mit ihren gepflegten Gärten und Vorgärten hervorragend an das dörfliche Ambiente von Klein Wesenberg angepasst haben.

Die verbliebenen 1,8 Hektar der Fläche, die direkt an die Neubausiedlung angrenzt, möchte die Gemeinde schon bald ebenfalls mit Leben füllen. Noch steht dort saftiges Gras, das auch zu einer Blühwiese werden soll. „Das Landesamt für ländliche Räume ist bereits eingebunden gewesen. Im September oder Oktober werden wir die Fläche umpflügen und anschließend das Saatgut ausbringen“, erzählt Klein Wesenbergs Bürgermeister Herbert David, der zusammen mit seiner Gemeindevertretung damit ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen möchte.

Insekten sind für viele Ökosysteme unverzichtbar: Sie tragen zur Vermehrung von Pflanzen bei und fördern die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Bestäuber unter den Insekten leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln. Gleichzeitig sind sie wiederum ein unverzichtbarer Teil in der Nahrungskette, denn ohne sie bekommen Vögel ihre Jungen nicht satt.

Als „Junge vom Dorf“ weiß Herbert David natürlich, wie wichtig Insekten für das gesamte Ökosystem sind. Aber leider sind die Kassen von Gemeinden in der Größenordnung Klein Wesenbergs leer. Er hofft, für die neue Blühwiese auf Saatgut vom Land oder zumindest auf einen Zuschuss.

Auch eine 1400 Quadratmeter große Fläche am Heideweg wurde bereits in eine Blumenwiese umgewandelt. Dort blühen Sonnenblumen und Phacelia.

Klein Wesenbergs Bürgermeister Herbert David zeigt die 1,8 Hektar große Wiese am Kirchberg. Sie soll im Herbst umgepflügt werden, damit auch dort eine Blühwiese entstehen kann.

Fotos: Petra Dreu

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