Scharbeutz aus Überzeugung

Steffen Davids kandidiert für das Bürgermeisteramt in Scharbeutz

Seffen Davids Schwiegermutter zieht nach Klingberg. „Das hat mich und meine Partnerin dazu bewogen, dass wir auch mit unserem kleinen Sohn hierhin ziehen möchten“, sagt er. „Wir kennen die Region, wir kennen Scharbeutz. Ich liebe das hier.“ Es sei eine kleine Familie und ihm sei wichtig, dass alle zusammen sind. „Ich bin halt ein Familienmensch“, sagt Steffen Davids.

Also sah er sich nach Arbeitsplätzen in der Region um und entdeckte auf der Gemeindeseite von Scharbeutz, dass Bürgermeisterwahlen anstehen. Auch die Telefonnummern der Parteien standen da, deshalb rief er bei der örtlichen SPD an, es gab erste Kennenlern-Gespräche. Steffen Davids ist in Hamm (Westfalen) geboren, in Ostfriesland und in der Region Stuttgart aufgewachsen. Er hat einen Bachelor in Politik mit Jura in Großbritannien sowie mit einem Master in Internationalem Wirtschaftsmanagement in Schweden abgeschlossen, spricht die Sprachen dieser Länder fließend.

Zurzeit arbeitet er als persönlicher Referent für die Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns, organisiert zum Beispiel ihre Termine, koordiniert die Vorbereitungen für die öffentlichen und internen Gespräche. Doch der Umzug aus der mecklenburgischen Landeshauptstadt Schwerin ins beschauliche Ostseebad steht für ihn fest. „Unabhängig ob ich jetzt hier Bürgermeister werde oder nicht, will ich nach Scharbeutz ziehen“, sagt er. Dass es in Scharbeutz übersichtlicher zugeht, macht für ihn auch den Reiz aus: „Man kann hier ganz schnell mit dem Menschen auf der Straße in Kontakt kommen“, sagt er.

Bei ihm soll es den schnellen Draht zum Bürgermeister geben, das offene Ohr für den Bürger. „Das ist etwas, was ich unbedingt machen möchte“, sagt Steffen Davids. Dazu gab es bereits Gelegenheit: In einem Geschäft sei er angesprochen worden mit den Worten: „Das hätte ich ja nicht gedacht, dass mal ein Jüngerer kandidiert“, freut sich der 36-Jährige.

Steffen Davids bezeichnet sich als jemand, der kooperativ ist und alle gleich behandelt. Er ist Mitglied der SPD, aber „ich möchte in der Gemeinde nicht unter einer Farbe wahrgenommen werden. Mir ist das Miteinander wichtig“, sagt er. Aber auf kommunaler Ebene dürfe ein Bürgermeister nicht eingefahren politisch agieren. Im Wahlkampf will er später von Tür zu Tür gehen, mit Leuten ins Gespräch kommen. „Ich bin offen auch für Vorschläge, die Wünsche und Sorgen, die die Menschen vor Ort haben.“ Eine Sorge ist ihm besonders wichtig: Er möchte, dass die Menschen „auch in der Lage sind, hier mit etwas geringerem Einkommen dennoch in der Gemeinde, in der sie arbeiten, auch zu wohnen.“

Seine Mitbewerber um das Bürgermeisteramt sind Andreas Zimmermann, der von CDU, FDP, Grünen und WUB unterstützt wird, sowie die parteilosen Kandidatinnen Bettina Schäfer und Dorit Klees. Gewählt wird am 22. September, die mögliche Stichwahl ist am 20. Oktober.

Steffen Davids (SPD) kandidiert in Scharbeutz für das Bürgermeisteramt.   Foto: Helge Normann

 

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