Verdis „Maskenball“: Drama, Baby, Drama!

Opern von Giuseppe Verdi sind eine Spezialität von Dominique Caron. Die Intendantin der Eutiner Festspiele hat auf der Seebühne bereits „Nabucco“, „Aida“, „Der Troubadour“ und „La Traviata“ inszeniert, jetzt kommt mit „Ein Maskenball“ ein weiteres Meisterwerk des italienischen Komponisten hinzu. Am Freitag, 12. Juli, um 20 Uhr ist Premiere.

Hilary Griffiths hat die Oper schon zigmal dirigiert

Das hochdramatische Stück ist eine „Mordsherausforderung“, gibt die Regisseurin zu. Es muss innerhalb von knapp vier Wochen auf die Bühne gezaubert werden. „Und die meisten Sänger des Ensembles debütieren sogar hier in Eutin mit ihren Maskenball-Partien“, berichtet Caron. Deshalb ist sie besonders glücklich, dass sie mit Hilary Griffiths einen erfahrenen Dirigenten an ihrer Seite hat, der bei genau dieser Oper schon zigmal am Pult stand – etwa in Köln, Oberhausen, Prag, Hongkong und 2002 auch auf dem grünen Hügel von Eutin.

Regisseurin Dominique Caron hat sich viel vorgenommen

Dominique Caron steckt ihr Ziel hoch: „Dies wird die letzte Produktion meiner Amtszeit als Intendantin in Eutin. Es soll eine beeindruckende Visitenkarten für die Oper bei den Festspielen werden!“, sagt sie. Historische Kostüme, effektvolle Kulissen und neue akustische Perspektiven sollen eine schicksalsschwangere Atmosphäre schaffen – bis zum Höhe- und Schlusspunkt des dramatischen Opernabends: dem Meuchelmord an König Gustavo. „Das Stück hat tolle Arien“, sagt Griffiths, „aber die Vielfalt von fantastischen Ensembles sind das Lebensblut dieser Oper. So hat es Verdi weder vorher noch nachher hingekriegt!“

Dreiecksgeschichte endet auf der Bühne  tragisch

Verdis Schicksalsdrama dreht sich um eine Dreiecksgeschichte, wie sie die Oper liebt: Ein König, sein Vertrauter und dessen Frau – ein Sopran zwischen Bariton und Tenor. Das aufwühlende Ende dieser Beziehung prophezeit eine Wahrsagerin: König Gustavo wird bei einem Fest tödlich verletzt werden. Mit dabei sind unter anderem Eutin-Debütant Angelos Samartzis als Gustavo sowie die Festspiel-Rückkehrer Hale Soner („La Traviata“) als Page Oskar und Milena „Carmen“ Butaeva als Wahrsagerin Ulrica. Insgesamt zehn Solisten, der hier immens wichtige Chor unter Leitung von Romely Pfund und die Kammerphilharmonie Lübeck machen Verdis Oper zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die mit den Themen Liebe, Aberglaube und Rachsucht geschickt jongliert – Happy End ausgeschlossen. vg

-> Karten gibt es unter Telefon 04521 80010, bei der Tourist-Info Eutin, im Schloss oder online auf www.eutiner-festspiele.de.

 

Die Sänger starteten mit Dominique Carin und Hilary Griffiths am 17. Juni in die Proben. (Foto: Graap)

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