Scharbeutz hat ein neues Parkleitsystem

Seit Mitte Juni werden Autos geleitet

Für die Gemeinde Scharbeutz wurde in den Ortsteilen Scharbeutz und Haffkrug ein neues Parkleitsystem eingerichtet, um die Verkehrsströme der Besucher zu freien Stellplätzen auf den vorhandenen Großparkplätzen zu lenken. Gerade in den auslastungsstarken Sommermonaten führte ein fehlendes Parkleitsystem häufig dazu, dass viele Verkehrsteilnehmer auf Parkplatzsuche lange durch die Gemeinde kreisten, um noch eine freie Stellfläche für ihr Fahrzeug zu finden. In das neue Parkleitsystem, welches am 11. Juni in Betrieb genommen wurde, sind vier Großparkplätze eingebunden: P1 „Waldweg“ in Haffkrug, P2 „Pönitzer Chaussee“ im Norden von Scharbeutz, P3 „Hamburger Ring“ im Zentrum von Scharbeutz und P4 „Ostseestraße“ im Süden von Scharbeutz.

System funktioniert in Scharbeutz und Haffkrug

Nachdem der Bedarf eines dynamischen Parkleitsystems festgestellt wurde, erfolgten Konzeption, Entwurf und Genehmigungsplanung. Im November 2018 wurde mit der Vergabe und Bauvorbereitung der offizielle Startschuss für die Realisierung gesetzt. Im Februar dieses Jahres wurde mit den baulichen Maßnahmen begonnen. Nach einer Testphase um Pfingsten ist das neue Parkleitsystem seit Mitte Juni voll in Betrieb.

Vier Großparkplätze sind angeschlossen

Im Gemeindegebiet wurde an insgesamt 15 Schilderstandorten eine zusammenhängende Parkleit-Beschilderung aus Infotafeln, statischen Wegweisern und dynamischen Anzeigern aufgestellt. Um eine exakte Zahl an Parkflächen auf den vier Großparkplätzen überhaupt ermitteln und anzeigen zu können, mussten in den vier Großparkplätzen für die Erfassung der Ein- und Ausfahrten Induktionsschleifen eingebaut werden.

Die Ein- und Ausfahrten von P3.1 und P3.2 werden ohne Umbau der vorhandenen Zufahrtsbereiche im Rahmen eines Pilotprojektes mittels innovativer Hybrid-Kameras mit Infrarot-Technologie überwacht, wobei nur dreidimensionale schemenhafte Silhouetten der Fahrbewegungen erfasst werden.

Parkplatzsituation soll auch online einsehbar sein

Bereits in der Umsetzung ist eine Integration der Parkplatz-Daten in verschiedene externe Anbindungen wie Navigationsgeräte und Apps, damit Besucher schon vor oder während der Anreise die Parksituation einsehen und gezielt einen Parkbereich anfahren können. Auch im Internetauftritt der Gemeinde wird derzeit eine Darstellung der Echtzeitdaten eingearbeitet.

Das Parkleitsystem Scharbeutz ist erweiterbar und anpassungsfähig an zukünftige Veränderungen bei den Verkehrswegen und Parkplatzanlagen. Die Dynamischen Schilderstandorte sind bereits für zusätzliche Wegweiser vorbereitet. Die Kosten betragen rund 610 000 Euro. PM

Foto: Volker Owerien (Bürgermeister Scharbeutz), Thorsten Lendt von Siemens Mobility GmbH, Robert Maciejewski vom pbh Planungsbüro Hahm und Dirk Dibbern aus dem Bauamt Gemeinde Scharbeutz (v.re.). Foto: Gemeinde Scharbeutz

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