Reinfeld: Neue Baugebiete, mehr Grün

Ausschuss für Stadtentwicklung tagt am 24. Juni

Lang ist die Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, der am Montag, 24. Juni, ab 19 Uhr im Sitzungssaal des neuen Rathauses tagt. Vorgestellt werden soll dort unter anderem das neue Baulückenkataster, das mehr Bauplätze offenbart als viele ahnen. Zudem soll ein „Bunter Tisch“ den grünen Ring um Reinfeld stärken.

In Reinfeld fehlen bezahlbare Wohnungen

Eine neue und bezahlbare Wohnung in Reinfeld zu finden, ist nicht einfach. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren immer wieder der Ruf nach Bauland laut. Für Wirbel hatten dabei die mögliche Ausweisung eines Neubaugebietes im Bereich Dröhnhorster Weg/Kalkgraben gesorgt. Immerhin 170 000 Quadratmeter Fläche stehen dort zusätzlich zu den bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesenen 80 000 Quadratmetern Bauland zur Disposition.

Initiative „Pro Reinfeld“ wehrt sich gegen die Pläne

Schnell regte sich gegen diese Pläne Widerstand, zumal für eine Ausweisung eines so großen Baugebietes der Dröhnhorster Weg zu schmal ist. Teile der vorhandenen Bebauung dort hätten dafür weichen müssen, wogegen sich die Initiative „Pro Reinfeld“ vehement gewehrt hat. Offenbar mit Erfolg, denn in der Mai-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wurde der gemeinsame Antrag von SPD, WIR und Grüne beschlossen, die Änderung des Flächennutzungsplanes im Westen der Stadt nicht weiterzuverfolgen, womit auch ein neues Baugebiet am Dröhnhorster Weg vom Tisch wäre.

„Das ist eine Entscheidung für die Menschen in Reinfeld gewesen. Dieser Beschluss war vernünftig, zukunftsweisend und vorausschauend. Ein Etappensieg“, sagt Ina Lochte, eine der Sprecherinnen der Initiative „Pro Reinfeld“, die aber die Schlacht allerdings noch nicht für geschlagen hält.

Der grüne Ring um Reinfeld soll gestärkt werden

Darüber hinaus möchten die drei Fraktionen den grünen Ring um Reinfeld deutlich stärken und mehr Bereiche für Erholung, Natur- und Gewässerschutz ausweisen. Um das gemeinsame Ansinnen in die richtige Bahn lenken zu können, setzen sie auf einen Arbeitskreis „Bunter Tisch“, dem unter anderem Vertreter von Naturschutzorganisationen, Land- und Forstwirtschaft und der Fraktionen angehören sollen. Er soll am Montag als Antrag beschlossen werden.

Dass es in Reinfeld noch viele Bauflächen gibt, ist dem neuen Baulückenkataster zu entnehmen, das in der Sitzung vorgestellt werden soll. Wie Stephan Kruse, Fachbereichsleiter Bau und Umwelt, bereits in der Mai-Sitzung erläuterte, gebe es in Reinfeld weit über 100 Baugrundstücke, die teilweise in zweiter Reihe sofort bebaubar wären. PD

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