Hommage an Doris Day im Eutiner Binchen-Filmkunstheater

Lange galt sie als die „Sauberfrau“ Hollywoods, die nur in klinisch reinen Filmkomödien mit einem nie eingelösten Versprechen von Erotik im Titel als weibliche Hauptdarstellerin eingesetzt wurde: Jetzt ist Doris Day im Alter von 97 Jahren in Kalifornien gestorben. Dass sie auch ganz andere Rollen verkörpern konnte, ist schnell in Vergessenheit geraten. Aber es gibt sie, diese ganz anderen Filme – und das Eutiner Binchen-Kino, Albert-Mahlstedt-Straße 2, zeigt einige von ihnen in einer Hommage an Doris Day.

Filmreihe beginnt mit dem Western-Musical  „Calamity Jane“

Die Filmreihe startet am Freitag, 7. Juni, um 20 Uhr mit einem ungewöhnlichen Western-Musical, das in der deutschen Fassung einen absolut dämlichen Titel bekommen hat: „Schwere Colts in zarter Hand“ (USA 1953). Im Original heißt der Film schlicht „Calamity Jane“ und sollte so etwas sein wie „Annie get your gun“, nur anders, aber genau so erfolgreich und genau so witzig. In dem Westernkaff Deadwood herrscht vor allem Mangel an Showgirls, die im örtlichen Saloon auftreten könnten. Und die bekannte Westerheldin Calamity Jane erbietet sich, die noch bekanntere Sängerin Adelaide Adams aus Chicago nach Deadwood zu holen. Dummerweise verwechselt sie Adelaide mit ihrer Garderobiere Katie Brown, die nur zu gern auf den Brettern stehen will, die auch in Deadwood die Welt bedeuten … Wiederholt wird der Spielfilm am 15. Juni um 17 Uhr.

Der Hitchcock-Klassiker, in dem Doris Day ihren Welthit singt

Am Sonnabend, 8. Juni, um 20 Uhr folgt dann der Hitchcock-Klassiker „Der Mann, der zuviel wusste“ (USA 1956). Eigentlich wollen der Arzt (James Stewart) und seine Frau, eine ehemalige Sängerin, in Marokko einen entspannten Urlaub verleben, aber dann werden sie Zeugen eines Mordes und der Arzt erfährt von dem Sterbenden brisante Details über ein in London bevorstehendes Attentat. Damit der Mann, der zuviel weiß, nicht bei der Polizei auspackt, entführen die Verbrecher seinen Sohn … Das Ehepaar bricht nach England auf, um sein Kind zu retten und einen weiteren Mord zu verhindert. Doris Day singt in dem Thriller auch den Song „Que sera, sera“, der mit einem Oscar ausgezeichnet und zum Welthit wurde. Wiederholt wird der Hitchcock-Film am 21. Juni um 20 Uhr.

In „Tyrannische Liebe“ wird Doris Day zur Gansterbraut

Am Freitag, 14. Juni, um 20 Uhr steht das Filmmusical „Tyrannische Liebe“ (USA 1955) auf dem Programm – mit Doris Day und James Cagney in den Hauptrollen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der Sängerin und Schauspielerin Ruth Etting, die mit einem Gangster liiert war, der ihre Karriere vorantrieb, sie aber gleichzeitig mit seiner „tyrannischen Liebe“ quälte. Am Sonnabend, 15. Juni, um 20 Uhr zeigt das Binchen schließlich das Melodram „Der Mann ihrer Träume“ (USA 1950). Regisseur Michael Curtiz inszenierte diese Musikerbiografie mit Kirk Douglas, Lauren Bacall und Doris Day in den Hauptrollen. Wesentliches Element des Streifens ist seine stimmungsvolle Jazzmusik.

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