„Classical Beat Festival“ sprengt Grenzen

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Grenzen überschreitendes Projekt: In der HanseBelt-Region sorgt das „Classical Beat Festival“ für neue, innovative Hörerlebnisse, die die üblichen Musikgenres sprengen. Vom 17. bis 25. Mai vernetzen Künstler aus Deutschland und Nordeuropa in 13 Konzerten klassische Musik mit anderen Stilen, elektronischen Beats und moderner Clubkultur.

Crossover von klassischer und elektronischer Musik

Die Stiftung „Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein“ hat 25 junge Musiker zur Teilnahme an Meisterkursen unter der Leitung von Bernd Ruf, Professor an der Musikhochschule Lübeck, eingeladen. Ab dem 14. Mai probt das Festival-Ensemble für die Konzerte, die zwischen Lübeck und Eutin, Fehmarn und Hamburg stattfinden. „Wir hoffen, die Musiker nehmen viel mit und verbreiten es in ihren Ländern“, sagt Initiator Hans-Wilhelm Hagen. Dem begabten Nachwuchs stehen dabei gestandene, prominente Musiker zur Seite. Dazu zählen unter anderem Doug Perry (Percussion), Etienne Abelin (Violine) oder die Classica-Nova-Künstler Luciano Supervielle und Jaques Morelenbaum aus Südamerika. Hagens Intention ist es außerdem, ein junges Publikum für das Crossover von klassischer und elektronischer Musik zu begeistern. Nicht zuletzt deshalb wurden im Vorfeld Schüler aus der Region in das Projekt „Digital Soundscapes“ eingebunden. Die Jugendlichen haben die Geräuschkulisse in ihrem Alltag bewusst erforscht, Klänge aufgenommen und mittels digitaler Medien in Musik integriert. Ihre vollendeten Sound-Symphonien performen die Schüler live.

Vom norwegischen Eismusiker Terje Isungset bis zur Rekomposition klassischer Werke

Das musikalische Schwerpunktthema 2019 lautet „Wasser“: Wasser beruhigt und besänftigt. Wasser reißt mit und treibt an. In seiner Polarität inspiriert Wasser Komponisten aus allen Jahrhunderten – von Händel bis Charles Trenet. Für „Classical Beat“ werden Wasser-Werke rekomponiert und neu interpretiert. Zu hören unter anderem am Donnerstag, 23. Mai, um 18.30 Uhr im Garten am frischen Wasser an der Eutiner Stadtbucht.

Einer der Höhepunkte wird der Auftritt des norwegischen Eiskünstlers Terje Isungset sein, der sein Instrument aus Wasser in seiner harten Erscheinungsform baut. Aus Gletschereis fertigt er diverses Schlagwerk, Eistrompete und Xylophon. Sein Konzert findet am Freitag, 24. Mai, um 20 Uhr in der Lübecker St.-Jakobikirche statt. Einige Teilnehmer der Festivalakademie erhalten übrigens Gelegenheit, mit ihren eigenen Bands Konzertabende zu gestalten und an Programmhighlights mitzuwirken. Es sind die Gruppen „Immortal Onion“ aus Danzig, „The Trip Experience“ aus Groningen und „Nordic Sounds“ aus Helsinki. Wer die geballte Festivalpower erleben will, sollte das „Classical Beat“-Finale am Sonnabend, 25. Mai, um 19.30 Uhr im Schuppen 6 in Lübeck besuchen. Dort stehen noch einmal alle Stars und das Festival-Ensemble auf der Bühne. vg

 

Eröffnungswochenende in Scharbeutz:
Die Festival-Eröffnung findet an drei Tagen bei freiem Eintritt im Kurpark Scharbeutz statt.

Freitag, 17. Mai
14 Uhr: Festivalstart mit Talkrunde „Fridyas for Future“
15 Uhr: Digital Soundscapes
16 Uhr: Auftritt von „The Trip Experience“ (Groningen)
16.45 Uhr: Digital Soundscapes
17.15 Uhr: Auftritt „Immortal Onions“ (Danzig)
18.15 Uhr: Offizielle Eröffnung mit Terje Isungset & Festivalorchester
19.30 Uhr: Big Band der Musikhochschule Lübeck „goes Electro“
20.30 Uhr: Classical Beat Club- Night in verschiedenen Locations

Sonnabend, 18. Mai
14.30 Uhr: Auftritt von „The Trip Experience“ (Groningen)
15.15 Uhr: Talkrunde zum Festival-Thema „Wasser“
16 Uhr: Auftritt„Immortal Onions“ (Danzig)
18 Uhr: „Back from Taiwan“ mit der Vocal Band der MHL Lübeck und DJ Bodo Neumann
20.30 Uhr: Classical Beat Club- Night in verschiedenen Locations

Sonntag, 19. Mai
14.30 Uhr: Talkrunde und Infostände zum Thema „Wasser und Klima“
15 Uhr: Auftritt der Gruppen „The Trip Experience“ (Groningen), „Immortal Onions“ (Danzig) und „Nordic Sounds“ (Helsinki)
17.30 Uhr: Classical Beat Session
20 Uhr: „Pyanook by Ralf Schmid“ (Konzert in der Strandkirche u.a. mit Doug Perry, Etienne Abelin und dem Festival-Ensemble; Eintritt 19 Euro, für Schüler/Studenten 6 Euro)

Die Big Band der Musikhochschule Lübeck „goes Electro“. (Foto: hfr)

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