Vorschläge für Spargelhof werden gesammelt

Denkfabrik für das Struckbachtal

Viel Hin und Her zwischen Politik und Anwohnern hat es seit 2008 um fehlende Grünflächen im Stadtteil St. Lorenz Nord gegeben. Nun tut sich etwas für die Neugestaltung des Geländes am ehemaligen Spargelhof im Strukbachtal zwischen A 1, Fackenburger Allee und Bei der Lohmühle. „Besonders freut uns die interfraktionelle Unterstützung für die Grünfläche, die immer wieder im Gespräch war zur Nutzung für Naherholung“, sagt Lena Middendorf, Sprecherin der AG Grün des Vereins Initiative Brolingplatz. „Viele Anwohner sind lange frustriert, da von Politik und Verwaltung immer wieder viel versprochen wurde, aber bisher leider nichts passierte“, weiß Ulf Heitmann. Neben Vertretern der politischen Parteien, Schulen und dem Nachbarschaftsbüro St. Lorenz Nord waren circa 25 Interessierte der Einladung der AG Grün zur Denkfabrik im Awo-Haus am Brolingplatz gefolgt.

Neugestaltung wird seit Jahren geplant

„Die Stadt Lübeck ist seit Jahren mit der Neugestaltung des Geländes beschäftigt“, erläutert Lena Middendorf. „Es gab diverse Anträge an Bürgerschaft und Verwaltung, Gutachten, die in Auftrag gegeben wurden und Beschlüsse.“ Daneben Ideen zur wirtschaftlichen Nutzung bis zur völligen Versiegelung der Fläche. Doch seit kurzem liegt durch den aktuellen Bürgerschaftsbeschluss ein Auftrag an alle Beteiligten vor, ein gemeinsames Konzept für das Areal zu erarbeiten. „Die Vorschläge der ersten Denkfabrik sind so vielfältig wie die Menschen in unserem Quartier“, freut sich Lena Middendorf. „Dabei stand der aktuelle Vorstoß der FDP im Vordergrund, einen Natur-, und Sportpark aus dem Strukbachtal zu machen“, erzählt Ulf Heitmann. Er soll einige Passagen aus dem einige Jahre alten Klima- und Teillandschaftsplan enthalten. „Damals hatte die FDP kein großes Interesse“, so Heitmann.

Kommen Sonnendeck, Bolzplatz, Insektenwiese?

Durch die Denkfabrik haben sich vor allem eine naturnahe Entwicklung und die Berücksichtigung aller Generationen als Kernthemen herauskristallisiert. In drei verschiedenen Arbeitsgruppen ging es darum, wie das Strukbachtal verändert werden kann: Vom Ruhebereich mit drehbarem Sonnendeck, einem Bolzplatz, einem globalen Acker , einer Insektenwiese über Hochbeete bis zum Spielplatz wurden viele Vorschläge festgehalten. Dabei sprachen sich die Teilnehmer auch für den Erhalt der alten Obstbäume aus. Eine künstlich angelegte Parkanlage wird nicht gewünscht.

Zusammengefasst gehen demnächst alle Vorschläge an die Teilnehmer, die Fraktionen der Bürgerschaft und an die Verwaltung. An einem Infostand auf dem Wochenmarkt am Brolingplatz erfahren weitere Anwohnern mehr und können sich aktiv mit einbringen. Eine zweite Denkfabrik zur Feinabstimmung der Ideen ist geplant, bevor das fertige Konzept der Anwohner an Bürgerschaft und Verwaltung geht. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Politik und Verwaltung in die Umsetzung zu kommen“, ist sich Lene Middendorf sicher, jetzt zügig Fortschritte zu machen, damit die grüne Lunge des Quartiers für die Öffentlichkeit nutzbar wird. mpa

(Foto: Holger Kröger)

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