Scharbeutz: Wieder illegal Bäume gefällt

Wollte jemand freie Sicht auf die Ostsee haben?

Am Scharbeutzer Kammerhang ist es wieder zu einem sogenannten „Baumfrevel“ gekommen. Unbekannte haben nach Angaben der Polizei zehn Bäume unerlaubt gefällt. Die Ermittler vermuten, dass Anwohner einen freien Blick auf die Ostsee haben wollten.

Der Kammerhang ist ein Biotop

Dem Ermittlungsdienst Umwelt- und Verbraucherschutz beim Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz (PABR) wurde angezeigt, dass es im Zeitraum seit Mitte März diesen Jahres zur Fällung von zehn Bäumen mit einen Durchmesser von 50 bis 80 Zentimeter gekommen ist. Der „Kammerhang“ gilt rechtlich als Biotop und ist damit gemäß Naturschutzgesetz besonders geschützt. Das Fällen dieser Bäume hätte beantragt und genehmigt werden müssen.

Da die Bäume nicht weiter zerkleinert und auch nicht abtransportiert worden sind, sei es wahrscheinlich, dass der Sinn darin lag, eine freiere Sicht auf die Ostsee zu erlangen, so die Polizei.

Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet

„Aufgrund des wiederholten Auftretens dieser Vorfälle wird darauf hingewiesen, dass der Baumbewuchs unter anderem auch die Aufgabe hat, den Hang durch das Wurzelwerk der Bäume zu halten und ein Abrutschen des Hangs auf die Fahrbahn zu verhindern“, sagt die Polizei. Das Entfernen von Bäumen könne sich, wie in der Vergangenheit dort bereits geschehen, negativ auf die Stabilität des Hanges auswirken und birgt somit Gefahren für Mensch und Natur.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und verschiedener Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Wer Hinweise zur Aufklärung hat, wird gebeten, sich unter Telefon 04524/7077-0 an die Polizei zu wenden.

(Foto: HN)

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