Neues Sozialkaufhaus eröffnet in Reinfeld

Drittes Sozialkaufhaus in Stormarn eröffnet am 30. März

Seit mehreren Jahren sind die Sozialkaufhäuser in Ahrensburg und Bad Oldesloe eine feste Institution, in denen es gebrauchte Möbel, Haushaltswaren, Spielzeug und sogar Bekleidung für den kleinen Geldbeutel gibt. Betrieben werden sie vom „Verein zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen“ (Vilm), der am Sonnabend, 30. März, von 9 bis 18 Uhr in Reinfeld sein drittes Sozialkaufhaus eröffnet.

800 Quadratmeter misst das Ladenlokal, in dem einst Aldi und später Getränke Hoffmann zu finden waren. „Bei uns gibt es alles, was man für eine Wohnung braucht. Dazu gehören nicht nur Möbel, sondern auch gebrauchte Elektrogeräte, Töpfe, Geschirr, Gläser, Schüsseln, Spielzeug, CDs, Bücher und sogar Bekleidung zum kleinen Preis“, erzählt Bodo Völzke, Geschäftsführer der Sozialkaufhäuser Stormarn und des Vereins Vilm, der sich der Integration von Menschen verschrieben hat, die über einen langen Zeitraum keinen Platz auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden haben.

Jeder kann in den Sozialkaufhäusern einkaufen

„Manche lernen erst bei uns, mit einem Computer umzugehen“, so Völzke. Der Verein beschäftigt in Ahrensburg und Bad Oldesloe fünf Festangestellte und zusätzlich geringfügig Beschäftigte. Aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter helfen mit, dass alles läuft in den Sozialkaufhäusern, die zudem Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) sind.

Einkaufen kann in den drei Sozialkaufhäusern jeder. Unterschiede werden jedoch beim Kaufpreis gemacht. Ist ein Möbelstück mit 50 Euro ausgezeichnet, gilt dieser Preis für den „normalen“ Kunden. Wer seine Bedürftigkeit in Form eines Bescheides der Rentenversicherung oder des Jobcenters nachweisen kann, oder Mittel der Grundsicherung erhält, bekommt einen Sonderpreis.

Die Mitarbeiter des Vereins helfen auch bei Haushaltsauflösungen

Unterstützung der öffentlichen Hand erhält der gemeinnützige Verein, der keine Gewinne machen darf, nicht. Er finanziert Mieten und Personalkosten ausschließlich darüber, gebrauchte Möbel von Spendern abzuholen und weiterzuverkaufen. Darüberhinaus übernehmen die Mitarbeiter des Vereins Haushaltsauflösungen. Einrichtungsgegenstände, die gut erhalten sind und dem Zeitgeist entsprechen, werden in den Sozialkaufhäusern verkauft. Doch das geht längst nicht mehr mit allen Möbelstücken. Was keine Chancen mehr auf einen Käufer hat, muss entsorgt werden. Die Kosten dafür trägt der Auftraggeber.

Das neue Sozialkaufhaus ist in der Carl-Harz-Straße 12/Ecke Friedrich-Ebert-Straße zu finden. Die regulären Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends von 9 bis 13 Uhr. Zur Neueröffnung am 30. März ist das Sozialkaufhaus von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 04102 / 82 21 27 und im Internet auf www.sozialkaufhaus-stormarn.de.

Foto: 800 Quadratmeter ist die Verkaufsfläche des neuen Sozialkaufhauses in Reinfeld groß. Im Vordergrund Geschäftsführer Bodo Völzke. Foto: Petra Dreu

2 Kommentare zu "Neues Sozialkaufhaus eröffnet in Reinfeld"

  1. Eberhard Bohn | 17. April 2019 um 10:18 |

    die angegeben Telefon nummer ist nicht erreichbar

  2. Oliver Pries | 17. April 2019 um 11:49 |

    Hallo Herr Bohn,
    bitte versuchen Sie es unter 04102-822127. Das ist die zentrale Telefonnummer in Ahrensburg.
    Viele Grüße!
    die Redaktion

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