Saisoneröffnung im Schloss Eutin

Im Schloss Eutin beginnt am Sonnabend, 23. März, die neue Museumssaison. Geöffnet ist in der Vorsaison immer dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, jeweils um 13 Uhr findet ein Rundgang durch die Beletage statt.

Zum Saisonauftakt hat sich die Stiftung Schloss Eutin am nächsten Wochenende nette Gäste zum Thema „Frühlingserwachen“ eingeladen: Aus Eutin werden Marie Lang und Sophia Schrödter vom „Verlag Zwiebelblüher“ vor Ort sein und ihre zarten Blumenpostkarten und vielerlei Saatgut anbieten. Aus Groß Vollstedt reist Gärtnermeisterin Karen Heß an, um Frühblüher zu verkaufen.

Mit einem fröhlichen Frühlingsangebot begrüßt außerdem auch der Shop im Schloss die ersten Besucher im neuen Jahr. Shopleiterin Petra Döhring hat eine Sammlung aus frischen Wohnaccessoires, Gartenbüchern und mediterranen Köstlichkeiten, die aus einer Manufaktur auf Kreta stammen, zusammengestellt. „Mit unseren südländischen Produkten schlagen wir eine Brücke nach Griechenland“, sagt Döhring. Genusstechnisch kann der Besucher also schon mal vorfühlen, denn im Schloss wird die letzte Etappe der Neupräsentation der Dauerausstellung vorbereitet, die unter anderem die Verbindung zu Königin Amalie von Griechenland thematisiert. Am 21. Juni erfolgt die Eröffnung.

Zum Aufblühen des Anwesens hat übrigens auch der Freundeskreis Schloss Eutin beigetragen, der seit seiner Gründung 2002 dem Schloss bereits 186 000 Euro für Förderprojekte zur Verfügung gestellt hat. Für dieses Jahr kündigt Vereinschefin Monika Obieray ein neues Projekt an: „Auf Wunsch der Schloss-Stiftung werden wir Geld dazu geben, damit die wunderbaren historischen Schiffsmodelle wieder ins rechte Licht gerückt und für große und kleine Besucher anschaulich erklärt werden können“, so Obieray. Schloss-Geschäftsführerin Brigitta Herrmann will für das Vorhaben nun ein Konzept erarbeiten. Die faszinierend schönen, unter Glas aufbewahrten und bis ins Detail mit Geschick und Akribie gefertigten Schiffsnachbildungen stammen aus dem 18. Jahrhundert, sind den Inschriften nach russischer Herkunft und gehörten vermutlich Herzog Karl Friedrich. Nach der Legende soll er sie 1726 bei seiner Verlobung mit Anna Petrowna, der Lieblingstochter Peters des Großen, vom Zaren geschenkt bekommen haben.

Und nach einer jetzt beschlossenen Satzungsergänzung kann der Verein der Schlossfreunde zukünftig auch die pädagogischen Bildungsangebote des Schlosses fördern. Das ist deshalb wichtig, weil, wie „Schlossherrin“ Brigitta Herrmann erläutert, das Schloss dabei sei, sich als Museum zu einem lebendigen Ort der Begegnung und Bildung zu entwickeln. vg

Foto: Landeskonservator Dr. Michael Paarmann hat Brigitta Herrmann am Donnerstag die Denkmalplakette des Landes übergeben – eine Anerkennung der Leistung der Schloss-Stiftung für die Bewahrung des kulturellen Erbes in Schleswig-Holstein. Graap

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