Handwerkskammer plant Trave-Campus in Genin

Bildungsstätte soll nach Architektenwettbewerb gebaut werden

23 Architekturbüros aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten sich am Architektenwettbewerb für den Neubau einer Bildungsstätte, eines Fortbildungszentrums und einer Berufsschule der Lübecker Handwerkskammer in der Kronsforder Landstraße 60-68. „Ich bin froh, dass wir den Neubau anpacken“, sagt Ralf Stamer, Vizepräsident der Handwerkskammer Lübeck. Nach der Vollversammlung fiel im Dezember 2017 die Entscheidung für das Neubauvorhaben. Durch Unterstützung der Stadt fand sich ein Grundstück, auf welchem das Neubauprojekt für grob geschätzte 92 Millionen Euro umgesetzt wird. 75 Prozent davon tragen Bund und Land. Bis 2026 sollen auf dem fünf Hektar großen Grundstück moderne Werkstätten und Theoriearbeitsplätze für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung mit Wohn- und Übernachtungsmöglichkeiten für die Auszubildenden sowie für die Weiterbildung entstehen. „Es handelt sich um ein sehr kompliziertes und schwieriges Bauvorhaben mit einem heterogenen Raumprogramm“, so Bausenatorin Joanna Hagen.

Es soll ein lebendiger Campus entstehen

Zwei Tage lang diskutierten elf Juroren und entschieden sich einstimmig für drei Siegerentwürfe. „Das Münchner Büro Köhler mit den Landschaftsarchitekten Gaubling und Kübert überzeugten als erste Preisträger durch die deutliche Funktionalität ihres Entwurfs sowie dadurch, dass der Campusgedanke besonders gut zum Ausdruck kommt“, so der Vizepräsident. Drei locker angeordnete Baukörper, die den Campusplatz auf einem tiefer gelegten Sockelgeschoss umschließen, geben dem Ensemble eine eindeutige, sich öffnende Geste und einen angemessenen Ausdruck eines lebendigen Campus.“ In jedem der drei quadratischen Gebäude entsteht jeweils ein Innenhof.

Baubeginn für dem Campus soll im Jahr 2022 sein

Das Büro ajsh sander.hofrichter aus Ludwigslust mit den Landschaftsarchitekten Dröge aus Hannover sowie Bez+Kock aus Stuttgart mit den Landschaftsarchitekten Club L94 aus Köln teilen sich den dritten Preis. Beide Preisträger überzeugten durch hohe funktionale Qualität und klare Struktur, so dass kein zweiter Preis ausgelobt wurde.

Für die weiteren Planungen wird die Handwerkskammer Lübeck mit allen drei Preisträgern in Verhandlungen treten. Baubeginn für das Projekt soll im Jahr 2022 sein. mpa

Foto: Dietmar Scharmacher im Gespräch mit Bausenatorin Joanna Hagen und den Preisträgern Simon Winter und Horst Kübert. mpa

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