Grundstücksgesellschaft Trave feiert Doppelrichtfest

Gesellschaft baut im Utkiek und in der Tannenbergstraße

Die Erneuerung der Wohnquartiere im Utkiek und in der Tannenbergstraße/Tilsitstraße durch die Grundstücksgesellschaft Trave werden zum Ende des Jahres mit Bezug abgeschlossen. Jetzt wurde für die letzten Bauvorhaben Richtfest gefeiert.

„Kücknitz ist für die Trave einer der wichtigsten Standorte in Lübeck“, erklärte Geschäftsführer Matthias Rasch. Als Gründe nannte er zum einen die Gründung der Trave im Jahr 1928 aus Anlass eines Grundstücksankaufs von der Flender-Werft in Herrenwyk, zum anderen machen die 924 Mietwohnungen mehr als elf Prozent des Gesamtbestandes aus. Daher entschied sich die Trave, die Häuser aus den 1950er Jahren zur Quartierserneuerung abzureißen und modernen Wohnraum in Kücknitz zu errichten. Mit diesen letzten Bauabschnitten ist die Erneuerung abgeschlossen.

Kücknitz ist für die Trave der wichtigste Standort in Lübeck

Im Utiek entstanden jetzt im letzten Bauabschnitt 16 Wohnungen mit zusammen 1 187 Quadratmetern Wohnfläche. Die Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen verfügen über 55 bis 95 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungen im zweiten Obergeschoss haben Dachterrassen, die Wohnungen im Erdgeschoss Terrassen mit kleinen Gärten. Architekt des rautenförmigen und später rot verblendeten Wohngebäudes ist der Lübecker Manfred Zill, der bereits die drei anderen Gebäude entworfen hatte. Die Investitionskosten betragen rund 3,5 Millionen Euro. Die Kaltmieten werden bei rund neun Euro pro Quadratmetern Wohnfläche monatlich liegen.

In der Tannenbergstraße hat die Trave Neuland betreten. Hier sind Mietreihenhäuser mit 95, 105 und 115 Quadratmetern Wohnfläche vor allem für Familien entstanden, die lieber mieten statt kaufen wollen. Die Kieler Architekten Marie-Louise und Peter Zastrow haben diese ebenso wie die Bauten in der Tilsitstraße und das benachbarte Haus Tannenbergstraße 7 entworfen.

Trave investiert 5,1 Millionen Euro in den Bauvorhaben

Die Investitionskosten für die 17 Häuser mit zusammen 1 712 Quadratmetern Wohnfläche betragen rund 5,1 Millionen Euro, die Monatsmieten liegen bei 9,50 Euro pro Quadratmeter kalt. Im Falle der Finanzierung für einen Teil der Häuser über den sogenannten zweiten Förderweg könnte für diese Häuser auch eine Kaltmiete von acht Euro möglich werden.

Kritik äußerte Trave-Chef Rasch an der Politik. „Ein Mix aus rechtlichen Vorgaben unterschiedlicher Stellen, steigende Baustoff- und Materialpreise, knappe Kapazitäten im Handwerk und weitere Effekte bringen uns in eine Situation, in der Wohnungsbau kaum mehr wirtschaftlich ist“, erklärte er, obwohl er als Geschäftsführer eines kommunalen Unternehmens und Bestandhalters eher bescheidene Ansprüche an die Rendite stelle.
„Da beschäftigt man sich in Teilen der Politik lieber mit einer Verschärfung der Mietpreisbremse, Kürzung der Modernisierungsumlage und dem Verbot der Umlage der Grundsteuer auf die Mieter.“  

Foto: Die Grundstücksgesellschaft Trave feierte das Richtfest für 17 Reihenhäuser in der Tannenbergstraße. Foto: Anja Hötzsch

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