Travemünde: Streit um den Weihnachtszirkus

Artisten, Pferde und Clowns in der Manege: Dem Publikum hat der „Weihnachtszirkus“ auf dem Travemünder Parkplatz Leuchtenfeld gefallen. Doch bald nachdem der letzte Vorhang gefallen war, gab es Krach hinter den Kulissen: Veranstalter und Zirkusleute stritten sich im sozialen Netzwerk Facebook darum, wer den Platz aufzuräumen hatte.

Touristen bot sich zwischen Weihnachten und Neujahr ein desolates Bild: Müll türmte sich zwischen halb abgebauten Zelten und Buden. Schließlich half die Kurverwaltung beim Aufräumen, die Rechnung ging an Wolfgang Hovestädt und die Kulturbühne als Vertragspartner der Stadt. Damit war die Sache aber noch nicht erledigt, denn nun hatte die Politik fragen. Unter anderem wandte sich Christoph Evers von der Travemünder SPD an den Wirtschafts- und Kurbetriebsausschuss. Dabei kam heraus, dass Veranstalter Wolfgang Hovestädt wesentlich mehr Fläche auf dem Leuchtenfeld belegt hatte als vereinbart war. Eine entsprechende Nachzahlung in Höhe von mehreren tausend Euro an die Stadt soll noch offen sein. Politiker Evers fragte auch nach Konsequenzen. Die sehen so aus: Solange die Rechnungen nicht bezahlt sind, bekommt die Kulturbühne keine Veranstaltungsflächen mehr von der Stadt.

Und für das beliebte Shanty-Festival (5. bis 7. Juli 2019) soll sich Wolfgang Hovestädt einen professionellen Veranstalter an die Seite holen, sonst wird auch das nichts. Hovestädt wiederum droht nun mit Absage des Festivals: „Die Chöre (aus England, Norwegen, Dänemark, der Schweiz und auch aus der gesamten Republik), die bereits Unterkünfte gebucht haben, müssen nun ausgeladen werden. Allen Schaustellern, auch diejenigen, die eine Anzahlung haben leisten müssen, muss gekündigt werden“, schreibt er in einer E-Mail. Wie es weitergeht mit der Veranstaltung und auch einem bereits geplanten Sommerfest, will er auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mitteilen. HN

Foto: Veranstalter Wolfgang Hovestädt in der Manege des Weihnachtszirkus – streicht er das Shanty-Festival?

2 Kommentare zu "Travemünde: Streit um den Weihnachtszirkus"

  1. Klaus-ulrich Wehner | 28. Februar 2019 um 8:31 |

    Eigentlich sollte sich Travemünde freuen das es solche Veranstaltungen gibt. Ohne die Veranstaltungen könnte man gleich einen Zahn um Travemünde ziehen weil keiner TRAVEMÜNDE besucht

  2. Wer Dreck verursacht, muss den Dreck auch wieder wieder beseitigen. Da gibt es doch wohl keine zwei Meinungen. Die Kostenfrage muss vorher geklärt werden und nicht im nachhinein. Wenn wir irgendwo arbeiten und Dreck anfällt, wird er von uns ohne wenn und aber beseitigt. https://www.schluesseldienst-luebeck-umgebung.de

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