LMK will „City-Quartier“ schaffen

Stellten jetzt das ehrgeizige Umbauprojekt vor (von links): Thomas Gast und Thomas Menke von LMK sowie die Planer Verena und Hartmut Minde vom Ingenieurbüro ISM GmbH aus Berlin. (Beke Zill)

Kaufhaus-Umgestaltung und Bau von Mietwohnungen soll bis 2020 fertig sein.

Das Unternehmen hat eine über 200-jährige Tradition: Die LMK-Einkaufswelt in Eutin ist das größte Kaufhaus in der Region – und steht jetzt vor einem grundlegenden Wandel. Bis 2020 will Inhaber Thomas Menke einen Millionenbetrag investieren, um das Gebäude am Stadtgraben in ein neues „City-Quartier“ umzubauen. Über dem weiterhin bestehenden LMK-Kaufhaus werden zwischen 30 und 40 Wohnungen zur Vermietung sowie Flächen für weitere Geschäfte entstehen.

Damit reagiere LMK auf den Strukturwandel im Einzelhandel, sagt Menke. „Wir haben die finanzielle Kraft, aus dem Gebäude etwas Schickes zu machen“, erklärt der Bauherr. Auch die zwischen 40 und 162 Quadratmeter großen gehobenen Vermietungsobjekte sollen Vorreiter im Bereich Wohnungsbau sein. Mit einem Blockheizkraftwerk, das auch Strom produziert, wird das Bestandsgebäude außerdem zu einem energieeffizienten Haus.

Planer ist Hartmut Minde vom Ingenieurbüro ISM aus Berlin. Zusammen mit seiner Ehefrau und Architektin Verena Minde hat er ein Konzept erstellt. „Wir werden die gesamte Fassade auflockern“, erklärt die gebürtige Eutinerin Verena Minde die Pläne. Es sei ein Anliegen, lichtdurchflutete Räume zu schaffen mit einer freundlichen Fassade, die sich der Fassadengestaltung der Peterstraße anpasst. Große Fensterfronten, Loggien, modern gestaltete Wohn-/Essbereiche mit offener Küche prägen die Unterkünfte.

In den unteren Geschossen finden die Kunden auch 2020 das LMK-Kaufhaus vor, wenn auch verkleinert. Derzeit sind knapp 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche angedacht. „Wir werden weiter Einzelhandel betreiben“, betont LMK-Geschäftsführer Thomas Gast. Das Kaufhaus bleibe erhalten, aber es werde dem modernen Kaufverhalten angepasst sein. Die Verkaufsflächen würden wandlungsfähig, die Shops und Angebote zukünftig zielgruppenorientiert ausgerichtet. Zwei Etagen werden schon Ende März in neuem Glanz erstrahlen, neu sind die Sportabteilung und die Haushaltswäsche.

Ende Februar werden die Pläne bei der Stadt Eutin eingereicht. In der Bauphase ändert sich für die Kunden nichts. „Während der Zeit haben wir geöffnet“, sagt Thomas Gast. Schon jetzt erreichen Menke Anfragen von potenziellen Mietern und Dienstleistern. „Die Resonanz ist sehr positiv“, sagt der Hausinhaber. Im Internet unter www.city-quartier-eutin.de finden potenzielle Einzelhändler oder Mieter auch den Kontakt zu den Planern. LN/bz

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