Austausch im Begegnungscafé

Besucher, Ehrenamtler und weitere Gäste kommen immer wieder gerne zum Austausch. (mpa)

Das Nachbarschaftsbüro im Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld lädt regelmäßig zum Treff ein.

„Immer wenn ich kann, bin ich hier“, sagt Ursula Lotties. Auch diesmal ist die Erzieherin, die im Kindergarten gegenüber arbeitet, im Begegnungscafé im Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld in St. Lorenz Nord dabei. „Hier treffe ich Leute, die ich sonst nie treffen würde.“

Auch Radhia Ben Amor, die 1981 aus Tunesien nach Deutschland kam, zählt zu den regelmäßigen Besucherinnen des Treffs. Dort lernte sie auch eine aus Dubai stammende junge Mutter mit Tochter kennen. Diese begleitet sie nun zu Arztbesuchen und Behördengängen, um bei Sprachproblemen zu helfen. Sie ist froh über die Angebote, die es heute für Menschen gibt, die in Deutschland noch fremd sind. „Es ist viel besser als damals, als ich hierher kam.“

„Man muss schon aktiv werden, um Menschen kennen zu lernen“, weiß Susanne Stuht. Sie ist zum ersten Mal im Begegnungscafé und genießt die herzliche Atmosphäre.

Im städtischen Nachbarschaftsbüro gibt es ebenso eine Sozialberatung, ein Eltern-Kind-Café und viele weitere Angebote und Kurse. „Auch ein Kinder- und Jugendtreff des CVJM, ein Seniorentreff der Awo, ein ehrenamtliches Selbsthilfezentrum und der BGH-V-Förderverein sind im Bürgerhaus angesiedelt“, erzählt die Sozialpädagogin Daniela Kerschbaumer. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Moritz Griepentrog begleitet sie die Angebote des Nachbarschaftsbüros Vorwerk-Falkenfeld. Derzeit sucht sie noch weitere Sprachpaten, die Interessierten beim Verbessern der deutschen Sprache im Alltag helfen. „Ich habe mich einmal mit der jungen Frau aus Dubai im Bürgerhaus verabredet, danach haben wir uns immer gegenseitig zuhause besucht, um uns in der deutschen Sprache auszutauschen“, erzählt Marita Schupp.

„Wir suchen Sprachpartner für Menschen, die bereits Deutschkurse gemacht haben und sich im Alltag weiter verbessern möchten“, erklärt Daniela Kerschbaumer. „Dabei legt sich niemand für immer fest“, betont sie. Jeder schaue, für wen und wie lange er Sprachpartner sein wolle.

Neu ist ein Tauschregal: Wer Bücher, Spielsachen, Haushaltsgegenstände, Wäsche und Bekleidung hat, bringt sie vorbei. Andere nehmen sich etwas davon. Auch Organisationshilfen werden noch benötigt. Wer einen Kuchen backen oder beim Tischdecken helfen möchte, ist willkommen. Sachkosten, die dem Begegnungscafé für das offene Angebot entstehen, werden zu einem großen Teil vom Integrationsfonds der Stadt Lübeck getragen.

»Weitere Info unter

www.nachbarschaftsbüro.de

mpa

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