Neue Gesichter, viele Investitionen

Freuen sich auf die neue Spielzeit: Hardy Rudolz (links), Falk Herzog und Dominique Caron. (Graap)

Eutiner Festspiele lassen Bühne erneuern – Mitgesellschafter Arend Knoop zieht sich zurück.

Die Eutiner Festspiele sind zurück auf der Sonnenseite: „Nach der mit über 33000 Zuschauern sehr erfolgreichen Saison 2018 gehen wir alle mit Freude ins neue Jahr“, sagt Pressesprecherin Ulrike Horstmann. Zusätzlichen Rückenwind geben 9400 bereits verkaufte Karten, knapp 1500 mehr als zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr. Gemeinsam mit Intendantin Dominique Caron und Geschäftsführer Falk Herzog stellte sie am Mittwoch zahlreiche Neuigkeiten vor.

Den Regisseur Hardy Rudolz haben die Festspiele mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet und die neue Aufgabe des künstlerischen Leiters Musical übertragen. Nach „My Fair Lady“ inszeniert der Schleswig-Holsteiner nun den Musical-Klassiker „Kiss me Kate“ mit Songs von Cole Porter. „Eigentlich habe ich beruflich ans Aufhören gedacht. Ich habe alle Rollen gehabt, die man in meinem Fach haben kann. Die Musical-Regie in der vergangenen Spielzeit wäre ein guter Abschluss gewesen“, erzählt Rudolz. Doch die Arbeit in der Heimat und mit dem Eutiner Festspiele-Team mache ihm zu großen Spaß, um in den Ruhestand zu gehen. „Außerdem liebe ich das Stück: ,Kiss me Kate‘ ist eine herrliche Komödie über Irrungen und Wirrungen in einer Beziehung. Es basiert auf Shakespeares ,Der Widerspenstigen Zähmung‘ und bietet viel zum Lachen, viel Tanz und viel zum Mitsingen“, so Rudolz.

Einstudiert werden muss das Musical innerhalb von knapp vier Wochen. So viel Zeit hat auch Dominique Caron, um Verdis Oper „Der Maskenball“ auf die Bühne zu bringen. Das Werk dreht sich um den schillernden Schweden-König Carl Gustav und sein mörderisches Schicksal. „Die Oper ist in jeder Hinsicht ein Meisterwerk. Die Akteure müssen mit spielerischen Fähigkeiten und Gesang glänzen“, betont Caron. Neben dem abschließenden Gala- Abend „Viva la Musica“ sind im Torhaus noch drei Aufführungen des Weber-Singspiels „Abu Hassan“ für Kinder und Interessierte geplant. Auch mit Sicht auf zukünftige Veranstaltung wird das Torhaus dafür mit neuer Licht- und Tontechnik ausgestattet.

Ohnehin sind 2019 kräftige Investitionen geplant: Für 60000 Euro wird die Grundbühne erneuert. Dann verschwindet auch die dem Hügel angepasste Schräge, die den Sängern und Tänzern das Leben schwer gemacht hat. Für eine möglichst ebene Fläche sorgt ein flexibel und schnell aufzubauenes Modulsystem. „Die neue technische Plattform verkürzt massiv die Umbau- und Rüstzeit. Künftig haben wir dann eine Aufbauzeit von zwei bis drei Tagen – statt zwei bis drei Wochen“, erläutert Falk Herzog. „Das bedeutet nicht nur eine Kostenersparnis, sondern auch, dass wir während der Festspielzeit die Bühne auch für mehr und andere Veranstaltungen nutzen können.“ Für das Bühnenbild wird der Bühnenmeister Jörg Brombacher, langjähriger Ausstattungsleiter am Theater Pforzheim, verantwortlich zeichnen. Der technische Leiter und Mitgesellschafter Arend Knoop zieht sich aus gesundheitlichen Gründen von der Sommeroper zurück. Seine Anteile hat er der Neuen Eutiner Festspiele GmbH übertragen.

„Die Festspiele haben ihm viel zu verdanken. Ihr Fortbestehen wäre ohne seine immense Tatkraft und permanente Hilfsbereitschaft nur schwer vorstellbar gewesen“, betonen Caron und Herzog.

Weitere Investitionen sollen in den Sicherheitplan und die Aufenthaltsqualität fließen. Darüber hinaus hat sich Hardy Rudolz vorgenommen, die Festspiele auch in Winter und Frühjahr präsenter zu halten – durch kleine Konzerte, musikalische Nachmittage und die eine oder andere Show mit guten Künstlerkollegen. Karten für die neue Spielzeit können jederzeit online unter www.eutiner-festspiele.de gebucht werden. vg

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