Ratekau: Ausgeglichener Haushalt auch 2019

Legten auch für das Jahr 2019 einen ausgeglichenen Haushaltsplan vor: Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (links) und Kämmerer Hans-Jürgen Krause. (afu)

Gemeinde plant Investitionen in Höhe von 4,5 Millionen Euro.

Frohe Kunde aus dem Rathaus: Bürgermeister Thomas Keller konnte der Gemeindevertretung auch für 2019 einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Dieser wurde einstimmig von den Kommunalpolitikern angenommen. Insgesamt hat der Etat ein Volumen von rund 23,8 Millionen Euro. 4,5 Millionen Euro sollen investiert werden, an Krediten sind 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Ob dieser Liquiditätspuffer tatsächlich gebraucht wird, ist noch offen.

Auf der Einnahmeseite stehen 7,7 Millionen Euro aus der Einkommenssteuer, sechs Millionen Euro aus der Kreisumlage, 4,7 Millionen Euro aus Schlüsselzuweisungen (kommunaler Finanzausgleich) sowie drei Millionen Euro Gewerbesteuer.

„Auch im nächsten Jahr stehen wieder zahlreiche Investitionen auf der Agenda“, blickt Thomas Keller nach vorne. So erhält der evangelische Kindergarten in Ratekau einen Neubau für eine Krippengruppe.

Dafür werden 660000 Euro bereitgestellt. „Ein weiteres großes Thema ist die Sanierung der Sporthalle in Sereetz“, so der parteilose Verwaltungschef weiter. 500 000 Euro im nächsten und noch einmal 500 000 Euro in 2020 sind geplant. Das reiche aber nur für die „kleine Lösung“, sprich die Dachsanierung. Damit beispielsweise auch die Sanitäranlagen und die große Glasfront energetisch saniert werden können, wären 2,3 Millionen Euro nötig. Die Gemeinde hofft hier auf Fördermittel, entsprechende Anträge wurden bereits eingereicht.

Ein weiterer großer Posten ist der Neubau der Steganlage in der Badeanstalt Offendorf. „Die bisherige Holzkonstruktion hat sich als nicht nachhaltig erwiesen“, musste Thomas Keller feststellen. Der Steg wurde erst vor zehn Jahren erneuert. Nun soll statt Holz Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) verwendet werden. Kostenpunkt: 400 000 Euro.

Für die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde werden wieder rund 1,2 Millionen Euro bereitgestellt, unter anderem für Einsatzkleidung (140 000 Euro), Atemschutz (50 000 Euro), Geräte-Ausstattung Geräte (125 000 Euro) sowie ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 für die Freiwillige Feuerwehr Ratekau (330000 Euro). Last but not least: Die Ortskernentwicklung in Ratekau ist auf der Zielgeraden, hier werden für den letzten Bauabschnitt noch einmal rund 590000 Euro investiert.

Während die Zahlen für 2019 noch Zukunftsmusik sind, liegt der Haushalt 2017 nun in seiner endgültigen Fassung vor. Das Besondere daran: Es ist der erste kaufmännische Jahresabschluss der Gemeinde, der nach dem Doppik-Verfahren erstellt wurde. Bisher wurden die Bilanzen nach der sogenannten Kameralistik erstellt. „Das neue Verfahren ist nachhaltiger, weil wir alle Werte wie Straßen, Gebäude, Fahrzeuge, Bäume bis hin zum Büroartikel, die einem Verbrauch oder Verschleiß unterliegen, auch wieder erwirtschaften müssen“, erklärt Bürgermeister Keller. „Unter diesem Aspekt haben wir auch 2017 mit einem ausgeglichenen Haushalt ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Und das ohne Kreditaufnahme.“

Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei knapp 50 Prozent. 325000 Euro an Schulden konnten abgebaut werden. Die Verbindlichkeiten der Gemeinde betrugen Ende 2017 somit 3,7 Millionen Euro, das sind 244 Euro pro Einwohner. „Damit stehen wir im Vergleich zu anderen Gemeinden recht gut da“, stellte der Verwaltungschef fest. Für 2018 zeichnet sich auch wieder ein gutes Jahresergebnis ohne Kreditaufnahme ab. „Die endgültigen Zahlen werden im ersten Halbjahr 2019 vorliegen“, so Kämmerer Hans-Jürgen Krause. afu

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