Das GaM soll neu gebaut werden

Um die Zukunft des Gymnasiums am Mühlenberg gibt es seit langem Diskussionen. Nun fällt die Politik eine wichtige Entscheidung. (ES)

Ausschreibung wird nur noch diese Option enthalten. SPD, Grüne, FDP und BfBS stimmten dafür.

Weichenstellung in Sachen Gymnasium am Mühlenberg (GaM): SPD, Grüne, FDP und BfBS haben dafür gestimmt, dass die Funktionalausschreibung für die marode Schule ausschließlich die Neubauvariante beinhalten soll und folgten damit einer Vorlage der Verwaltung. Die CDU stimmte dagegen. Nach der 16:11-Entscheidung gab es Applaus von den anwesenden Schülern und Eltern.

Sanierung, Teilsanierung oder Neubau? Darüber diskutiert die Politik seit langem. Durch die Funktionalausschreibung soll die optimale und wirtschaftlichste Variante für die Zukunft des GaM ermittelt werden. Verwaltung und CDU-Fraktion wollten sich bisher beide Optionen – also Sanierung oder Neubau – offenhalten. Bisher stehen 26 Millionen Euro für eine Sanierung und 28 Millionen für einen Neubau im Raum.

Die Verwaltung empfahl der Politik nun, sich auf einen Ersatzneubau zu konzentrieren, weil zwischenzeitlich Ergebnisse weiterer Untersuchungen an dem Gebäude vorliegen. Aufgrund der geringen Betonüberdeckung der Deckenkonstruktionen müssten zur Erfüllung der heutigen brandschutztechnischen Anforderungen nahezu sämtliche Decken saniert werden. Das stellt einen relativ großen Aufwand dar und wurde bisher kostentechnisch nicht erfasst. Carsten Fischer vom beauftragten Büro VBD sprach in der Stadtvertretersitzung von Mehrkosten in Höhe von einer haben Millionen bis zu 600000 Euro. Ein Neubau biete neben der Möglichkeit der optimalen Integration des Raumprogramms deutliche Vorteile für die Barrierefreiheit, für den Schulbetrieb während der Bauphase und für die Kosten- und Terminsicherheit, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Die CDU plädierte dafür, sich die Optionen Neubau oder Sanierung weiter offenzuhalten. „Wir reden hier über die größte Einzel-Investition in der Geschichte der Stadt“, sagte Frank Schumacher und forderte eine Kostenaufstellung für alle Varianten. „Wenn sich dann der Neubau als beste Lösung darstellt, werden wir uns keinem Neubau verschließen.“ Fraktionskollege und Architekt Torben Suhr hatte eine eigene Kostenschätzung für den Neubau in Höhe von 40 Millionen Euro vorgelegt.

Die SPD hatte sich bereits für einen Neubau ausgesprochen. Hans Tylinski bekräftigte diese Position: „Wir diskutieren über dieses Thema schon seit zehn Jahren. Unsere Empfehlung ist ein Neubau zur Sicherung der Schulstandortes Bad Schwartau.“ Gudrun Berger (Grüne) und Uwe Beckmann (SPD) warnten auch vor möglichen gesundheitlichen Gefährdungen, die bei einer Sanierung während des laufenden Schulbetriebs freigesetzt werden könnten. „Man darf hier kein Risiko eingehen“, so Beckmann.

Bisher gab es – offenbar konjunkturbedingt – kein Bieterinteresse, sich beiden Aufgaben – also Neubau oder Sanierung – zu stellen. Mit der Entscheidung, sich auf einen Ersatzneubau zu konzentrieren, erhofft sich die Verwaltung nun eine größere Resonanz. ES

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