Aktion „Kauf eins mehr“: Tafel Reinfeld bittet um Spenden

Das bevorstehende Weihnachtsfest sollte auch für all jene, deren Einkommen nicht ausreicht, sich selbst mit dem Nötigsten zu versorgen, ein besonderes Fest sein. Damit das gelingt, werben Helfer der Reinfelder Tafel mit Unterstützung von Immanuel-Kant- Schülern jeweils am Freitag und Sonnabend vor dem 1. und 2. Advent bei den Kunden der Supermärkte im Stadtgebiet für die Aktion „Kauf eins mehr“.

Fast 300 Kunden werden von den knapp 65 Helfern der Reinfelder Tafel mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgt. „Darunter sind viele Ältere, deren Rente nicht reicht. Aber auch Flüchtlinge und Leute, die im Arbeitsleben stehen, aber zu wenig verdienen, um damit über die Runden kommen zu können, werden von uns unterstützt“, erzählt Hannelore Meyer. Sie und die anderen Helfer versuchen, ihren Kunden die Hemmungen zu nehmen, denn der Gang zur Tafel fällt den meisten nicht leicht. Auch Menschen aus ehemals gutsituierten Verhältnissen seien darunter. „Armut kann jeden treffen“, weiß Ulrike Liese, die neu zum Helferkreis der Tafel dazugestoßen ist.

Hannelore Meyer hat sich mit Beginn der eigenen Rente eine ehrenamtliche Beschäftigung gesucht. Bei der Tafel wurde sie fündig. Zuerst hat sie Gemüse sortiert, später immer donnerstags von 11 bis 13 Uhr Waren im Tafel-Laden in der Joachim-Mähl-Straße 1 ausgegeben. Inzwischen ist sie Vorsitzende der Reinfelder Tafel, teilt die Helfer ein und sorgt dafür, dass kooperierende Supermärkte und lokale Erzeuger wie der Bauernladen Dölger, Travenhof-Ei oder die Brotfabrik in Lüdersdorf regelmäßig angefahren werden, um gespendete Lebensmittel abzuholen. „Unterstützt werden wir dabei von der Spedition Bode, die für uns Paletten mit Waren der Schwartauer Werke mitbringt“, erzählt die engagierte Frau, für die der Dank der Kunden der Lohn für ihre Arbeit ist. „Viele bedanken sich ausdrücklich, dass sie so schöne Sachen bekommen. Alles ist ein Nehmen und Geben“, ist die Vorsitzende überzeugt.

Mit leicht verderblichen Lebensmitteln wie Backwaren sowie Obst und Gemüse, das für den Verkauf nicht mehr schön genug ist, ist die Reinfelder Tafel in der Regel gut versorgt. Mangelware sind dagegen lange haltbare Produkte wie Konserven, Nudeln, Reis, Mehl, Salz, Zucker, Tee, Kaffee, Kakao, Essig, Öl, Margarine, haltbare Milchprodukte sowie eingekochte oder eingeschweißte Wurstwaren. Auch Hygieneartikel wie Shampoo, Deo-Spray, Seife, Rasierschaum, Zahnpasta und Waschpulver sind nicht immer in ausreichender Menge vorhanden.

Um solche Produkte bitten Helfer und Schüler der Immanuel-Kant-Schule an den ersten beiden Adventswochenenden in den Supermärkten. Ebenso ist die Tafel für jegliche Geldspenden dankbar, denn ohne Benzin fahren auch ihre Kleintransporter nicht. Wer die Arbeit der Reinfelder Tafel unterstützen möchte oder selbst Hilfe benötigt, erhält weite

re Informationen per E-Mail an meyer-hannelore@gmx.de oder telefonisch unter 04533/86 92. pd

Foto: Die Tafel-Helferinnen Mechthild Klöcker, Carmen Brückmann und Bärbel Schulz (v. links) sortieren das Gemüse für ihre Kunden. pd

1 Kommentar zu "Aktion „Kauf eins mehr“: Tafel Reinfeld bittet um Spenden"

  1. Traurig ist, daß die Lübecker Tafel e.V. nicht benannt wird bei den Unterstützern.
    Die Lübecker Tafel e.V. versucht den Umliegenden Tafel zu helfen, in dem sie Lebensmittel von verschiedenen Firmen abholt, die dann bei der Lübecker Tafel öfter abgeholt wird.
    Jeder gibt was er kann, lautet das Motto von den Tafel.

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