Pfandbecher „to go“

Setzt auf umweltfreundliche Mehrwegbecher: Hans-Peter Klausberger führt Pfandbecher für den Coffee-to-go ein. (Graap)

Bäckerei Klausberger führt umweltfreundliches Mehrwegsystem ein.

Er ist so bequem und praktisch, aber das Gegenteil von umweltfreundlich: Der Kaffee zum Mitnehmen hat sich durchgesetzt und ist quasi an jeder Ecke zu bekommen. Die Einwegbecher aber sind das Problem: Die plastikbeschichteten Pappbecher können nicht recycelt werden. Angesichts der 320000 Becher, die in Deutschland pro Stunde über den Tresen gegen, ist das eine enorme Ressourcenverschwendung.

In Eutin will sich die Stadtbäckerei Klausberger jetzt vom Einwegbecher verabschieden. „Vor vier Wochen haben wir ein nachhaltiges Mehrwegsystem mit einem Pfandbecher eingeführt“, berichtet Hans-Peter Klausberger. Partner ist die Firma „Recup“, mit der auch die Hansestadt Lübeck jetzt ein Pfandsystem für Kaffeebecher in Angriff nimmt. Zurzeit sind bei Klausberger noch beide Bechervarianten erhältlich. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis Ostern nur noch Pfandbecher anzubieten“, betont der Unternehmer. Während der Karenzzeit sollen die Kunden weiter für das Thema sensibilisiert werden.

Die Stadtbäckerei kauft die Mehrwegbecher für einen Euro pro Stück bei „Recup“. Der Kunde zahlt einen Euro Pfand beim Kauf des Coffee- to-go. Ist der Becher leer, kann er bei jedem „Recup“- Partner abgegeben werden – den Euro gibt es dann zurück. Der Becher wird anschließend gespült und kommt wieder in Umlauf. Die Mehrwegbecher aus recycelbarem Kunststoff können bis zu 500-mal eingesetzt werden. Es gibt eine App, über die man erfährt, wo der „Recup“-Becher überall ausgegeben wird.

„Wir zahlen im Jahr 365 Euro Lizenzgebühr an ,Recup’, sparen uns aber den Kauf der Einwegartikel“, erläutert Klausberger. Er möchte Nachhaltigkeit puschen – so wie er es bereits mit Fairtrade-Produkten macht. vg

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