Drei Varianten für neue Verkehrsführung durch die Altstadt

Mehr Lebensqualität in der Altstadt: Anette Quast von Tollerort, Bürgermeister Jan Lindenau und Bausenatorin Joanna Hagen (v.l.). (mpa)

Die Stadt lädt am 9. und 10. November zur Planungswerkstatt „Jetzt wird es konkret“ ein.

Wie ist es, mit dem Stadtverkehr bis zum Holstentor zu fahren und in die Innenstadt nur zu Fuß weiter zu kommen? Soll die Altstadtinsel in Zukunft so weit wie möglich vom Durchgangsverkehr befreit und die Königstraße eher eine Fußgängerzone werden? Fragen über Fragen, doch interessanter scheinen Ideen, die von über 200 Lübeckern bei der Perspektivenwerkstatt 2.0 im Juni und von 450 Bürgern online festgehalten wurden, um mehr Aufenthaltsqualität in die Altstadt zu bringen: Danach hat die Stadtplanung drei Varianten erarbeitet, die Lösungswege für Veränderungen der Mobilität, mehr attraktive Aufenthaltsräume durch weniger Parkräume, Klimaverbesserungen durch weniger Abgase in der Altstadt aufzeigen.

Bei der Planungswerkstatt am Freitag und Sonnabend, 9. und 10. November, soll es unter dem Motto „Jetzt wird es konkret“ in der Musik- und Kongresshalle zur Sache gehen. Aus Vorschlägen werden Schwerpunkte herausgearbeitet. „Senat und Verwaltung unterstützen die Ergebnisse“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau. Sie sollen in die Politik getragen und in die Stadtplanung eingebunden werden.

„Wir wollen einen Appell starten“, so Bausenatorin Joanna Hagen, „damit sich viele Interessierte mit Wünschen und Kritik aktiv einbringen. Es ist eine gute Möglichkeit, Konflikte anzusprechen, um kontinuierlich daran zu arbeiten.“

Mit Vorträgen zum Mobilitätskonzept startet die Planungswerkstatt am Freitag. Über die drei erarbeiteten Varianten einer möglichen neuen Verkehrsführung soll am Sonnabend „viel und breit in der Rotunde der MuK diskutiert werden“, sagt Anette Quast vom Unternehmen Tollerort – entwickeln & beteiligen. Sie moderiert die Veranstaltung.

Variante 1 stellt die Holstenstraße vom Holstentor bis zum Marktplatz befreit vom Durchgangsverkehr vor, nur noch Busse dürfen dort fahren. Autos werden durch die geänderte Verkehrsführung zu Parkhäusern geleitet. Bei Variante 2 ist die Königstraße komplett vom Busverkehr freigestellt und soll überwiegend von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Um die Beckergrube geht es in Variante 3: Sie wird bis zum Burgtor für den Durchgangsverkehr geschlossen.

„Bei dem Wunsch der Bürger, durch weniger Durchgangsverkehr Abgase zu reduzieren und mehr Freiraum zu gewinnen durch weniger voll geparkte Straßensäume besteht bereits ein großer Konsens“, sagt Nils Weiland von der Abteilung Verkehrsplanung der Hansestadt. »Anmeldung und Information unter www.uebermorgen.luebeck.de

mpa

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